Die Aktiengesellschaft


Aktiengesellschaft (AG) - Definition

Ein Unternehmen, das sein Grundkapital in einzelne Stücke (Aktien) zerlegt, um neues Kapital zu beschaffen, nennt man Aktiengesellschaft oder kurz AG. Um überhaupt die Rechtsform der Aktiengesellschaft wählen zu können, muss das bei Gründung zur Verfügung stehende Grundkapital mindestens 50.000 Euro betragen. 

Die AG ist in Deutschland, neben der GmbH, die populärste Rechtsform. Es handelt sich um eine sogenannte Kapitalgesellschaft.

Wurde eine Aktiengesellschaft gegründet, haben Investoren im Anschluss die Chance, Unternehmensanteile in Form von Aktien zu erwerben. Je mehr Aktien ein Investor hält, desto größer ist sein Besitz am Unternehmen. Allerdings haben Aktionäre keinen direkten Einfluss auf die Geschicke des Unternehmens selbst, sondern können lediglich an den möglichen Gewinnen der Aktiengesellschaft partizipieren. Mehr dazu findest du in diesem Blogbeitrag.  


Was ist eine Kapitalgesellschaft?

In Deutschland existieren zwei Arten von Rechtsformen: die Kapitalgesellschaft und die Personengesellschaft. Wie bereits erwähnt handelt es sich bei der AG um ein sogenannte Kapitalgesellschaft. Doch was ist der Unterschied? 

Eine Kapitalgesellschaft liegt dann vor, wenn Investoren zwar Kapital zur Verfügung stellen, jedoch an der Leitung des Unternehmens nicht direkt beteiligt sind. Bei der Personengesellschaft hingegen schließen sich mindestens zwei Personen zur Gründung eines Unternehmens zusammen und sind im Anschluss direkt mit dessen Leitung betraut.  Eine ausführliche Erklärung zu diesem Thema findest du hier.

Aktiengesellschaft - die größten AGs der Welt

Zum Vergrößern klicken - Stand 2017

Warum wählen Unternehmen die AG als Rechtsform? 

  • Durch die Gründung einer AG erhalten Unternehmen neues Kapital, das für die weitere Expansion genutzt werden kann. Der Vorteil zum Bankkredit: Dieses Kapital muss nicht zurückgezahlt werden.
  • Die Anteile einer AG, also die Aktien, können einfach und vollautomatisch übertragen werden. Meist geschieht dies an der Börse, wobei nicht alle Aktiengesellschaft über eine Börsennotierung verfügen. 
  • Da sich eine AG aus insgesamt drei verschiedenen, unabhängigen Organen zusammensetzt (Vorstand, Aufsichtsrat, Hauptversammlung) findet stetig eine gegenseitige Kontrolle aller Bereiche statt.