Was ist ein Börsencrash?


Börsencrash - Alptraum eines jeden Anlegers 

Der Börsencrash (im Deutschen auch Börsenkrach genannt) bezeichnet einen sehr starken Kurseinbruch, der von Panik und Hysterie geprägt ist. Durch einen extremen Überhang an Aktienverkäufen brechen die Kurse binnen weniger Tage drastisch ein. Dies wiederum verleitet andere Anleger ebenfalls zu "Panikverkäufen", was ein weiteres Abfallen der Kurse nach sich zieht. 

Die Auslöser eines Börsencrashs können sehr vielfältig sein. Häufig sind platzende Spekulationsblasen, beispielsweise die berühmte Dot.com-Blase im Jahr 2000, oder andere negative Ereignisse verantwortlich. Einige Börsencrashs in der Vergangenheit ereigneten sich jedoch auch ohne eindeutigen Grund.   

Börsencrash Übersicht

Der schwarze Freitag, 25.10.1929

Nach einem jahrelangem Anstieg der Aktienmärkte investierten immer mehr Amerikaner an der Börse. Am Freitag, 24. Oktober 1929 begannen die Kurse jedoch plötzlich und ohne triftigen Grund zu sinken. Am Tag darauf brachen die Kurse nach panikartigen Verkäufen komplett ein. Die Folge: Der Börsencrash stürzte die ganze Weltwirtschaft in eine dreijährige Krise, in deren Höhepunkt der Dow Jones Leitindex stolze 85% einbüßte. 

Der schwarze Montag, 19.10.1987

Sorgen um die Inflation und das amerikanische Haushaltsdefizit verursachten am 19. Oktober 1987 einen Börsencrash, der den Dow Jones Index innerhalb weniger Stunden um 22,6% nach unten riss. Durch geldpolitische Maßnahmen konnte die US-Notenbank FED jedoch eine Ausweitung des Crashs verhindern.

Die Russland-Krise, 17.08.1998

Um die eigene Wirtschaft anzukurbeln verknüpfte Russland seine Währung, den Rubel, mit dem Dollar. Der daraus resultierende Haushaltsdefizit machte Russland jedoch sehr zu schaffen, weshalb der Rubel am 17.08.1998 wieder entkoppelt wurde. Daraufhin brach die russische Wirtschaft in sich zusammen und Russland wurde sogar zahlungsunfähig. Der dadurch ausgelöste Börsencrash lies den DAX von 6184 auf 3861 Punkte falle. Ein Minus von 39%.

Die Dot.com-Blase, März 2000

Das Internet revolutionierte Ende der 90er Jahre die Welt. Daraus resultierte eine Flut von Unternehmensgründungen im IT-Bereich, die häufig in einer AG-Gründung gipfelten. Viele Privatanleger, die zuvor noch nie Aktien gekauft hatten, erwarben ohne Hintergrundwissen Anteile dieser Unternehmen, um vom Internet-Boom zu profitieren.

Im März 2000 realisierten jedoch viele dieser Anleger, dass die Mehrheit der Unternehmen nicht überlebensfähig war. Panikverkäufe machten sich breit und die Kurse rauschten in den Keller. Im Rahmen des Dot.com-Börsencrashs musste die meisten Unternehmen Insolvenz anmelden.

Der durchschnittliche Kursverlust betrugt unglaubliche 90%.

Die Lehman Brothers Krise, 15. September 2008

Das Platzen der amerikanischen Immobilienblase im Jahr 2008 weitete sich schnell auch auf die Bankenbranche aus. Das erste Geldhaus, das dabei die weiße Fahne hissen musste und am 15. September 2008 Insolvenz anmeldete, war Lehman Brothers. Im weiteren Verlauf mussten zahlreiche weitere Banken durch staatliche Finanzspritzen gerettet werden. Der Dow Jones verlor aufgrund dieser Krise 450 Punkte.

Die Schuldenkrise, 08.08.2011

Am 08.08.2011 setzt die Schuldenkrise den Aktienmärkten zu. Ein weiterer Tiefschlag war die Herabstufung des Bonitätslevels der USA durch die Rating-Agentur Standard & Poor's.

Der DAX fiel daraufhin um 13%.