Was ist der Cost Average Effekt?


Cost Average Effekt - Durchschnittskosteneffekt 

Der Cost Average Effekt, auch Durchschnittskosteneffekt genannt, kommt bei Sparplänen zum Tragen, die in regelmäßigen Intervallen die identische Sparsumme in die gleiche Aktie, den gleichen ETF oder den gleichen Fonds investieren.

Da der Kurs des Investmentssprodukts schwankt, die Sparrate jedoch gleich bleibt, werden bei fallenden Kurse mehr Anteile, bei steigenden Kursen weniger Anteile gekauft. Dadurch ist es dem Anleger möglich, bei langfristigen Sparplänen einen günstigen Einkaufspreis zu erzielen. Zudem bekommt das Markttiming, also der optimale Zeitpunkt zum Einstieg einer Aktie (hier haben Privatanleger häufig große Probleme), eine untergeordnete Rolle.

Seine optimale Wirkungskraft entfaltet der Cost Average Effekt in einem sehr volatilen (schwankungsintensiven) Umfeld.

Die Wirkung des Cost Average Effekt ist umso stärker, je länger der Sparplan besteht. Dies gilt jedoch nur bis zu einem gewissen Punkt. Entfernen sich Depotgröße immer weiter von der Größe der monatliche Sparrate, nimmt die Wirkung des Cost Average Effekts zunehmend ab.

Ein Beispiel: Beläuft sich die Depotgröße auf 50.000 Euro, wird sich eine monatliche Sparrate in Höhe von 100 Euro nur minimal in Form des Cost Average Effekts niederschlagen. 

Die nachfolgende Grafik zeigt die beispielhafte Auswirkung des Cost Average Effekts im Verlauf eines Jahres bei einer Sparrate von 100 Euro.  

Cost Average Effekt Beispiel


Kritik am Cost Average Effekt 

Viele Kritiker prangern an, dass dem Cost Average Effekt auch erhöhte Renditeerwartungen zugesprochen werden. Das dem nicht so ist hat unter anderem die Universität Mannheim in einer Untersuchung nachgewiesen. An der mathematischen Eigenschaft des Cost Average Effekts ist zwar nichts zu bemängeln, höhere Renditen im Vergleich zum Einmalkauf dürfen jedoch nicht zwingend erwartet werden. 


Vorteile des Cost Average Effekts 

  • Besonders in volatilen Märkten kommt der Cost Average Effekt optimal zum Tragen.
  • Viele Anleger haben große Probleme, den exakten Einstiegspunkt in ein Investment zu finden. Durch Sparpläne und den Cost Average Effekt kann dieses Problem umgangen werden. 
  • Der Cost Average Effekt mindert das Risiko von Kurschwankungen deutlich ab und zieht daraus sogar seinen Vorteil.
  • Sparpläne sind immer attraktiv. Vor allem für Privatanleger, die noch über keinen großen Kapitalstock zum Investieren verfügen.


Nachteile des Cost Average Effekts 

  • Fällt der Kurs zum Ende der Sparplanzeit ab, wird das bis dahin angesparte Vermögen aufgezehrt. Dies wiederum kann jedoch auch bei einem Einmalkauf passieren.
  • Mit dem Cost Average Effekt lässt sich keine so hohe Rendite wie beim Einmalkauf erzielen - vorausgesetzt der Anleger trifft beim Einmalkauf den optimalen Einstiegszeitpunkt.