Was ist der Gewinn pro Aktie (EPS)?


Gewinn pro Aktie (EPS) - Definition

Der Gewinn pro Aktie, auch "eranings per share" (EPS) genannt, bricht den gesamten Konzernüberschuss runter auf die einzelnen, ausgegebenen Aktien. Die Kennzahl setzt also den Gesamtgewinn in Relation zur Aktienanzahl.

Gewinn pro Aktie EPS

Der Gewinn pro Aktie (EPS) kann auf Jahressicht und auf Quartalssicht ausgegeben werden. 

Die Kennzahl rückt vor allem zum Jahresende in den Fokus der Anleger, da viele Unternehmen ihre Jahresziele unter anderem durch den Gewinn pro Aktie ausdrücken. Folglich lässt sich schnell und einfach erkennen, ob Jahresziele erreicht wurden oder nicht.


Gewinn pro Aktie als Kennzahl der Aktienanalyse

Der Gewinn pro Aktie ist eine sehr gute und aussagekräftige Kennzahl im Rahmen der Aktienanalyse, das diese Rückschlüsse auf den Erfolg eines Unternehmens ziehen lässt.

Dabei wird die Annahme verfolgt: Guten Unternehmen gelingt es Jahr für Jahr, den Gewinn pro Aktie zu erhöhen und somit die Profitabilität zu steigern. Dies beruht auf vielen verschiedenen Faktoren, zum Beispiel einem erfolgreichen Geschäftsmodell, einem guten Vertrieb oder einem guten Management

Es genügt jedoch nicht, den Gewinn pro Aktie isoliert zu betrachten. Dieser sollte vielmehr mit den Vorjahren verglichen werden. Je länger der Betrachtungszeitraum, desto aussagekräftiger das Ergebnis. Dieser sollte mindestens bei 3 Jahren liegen.

Eine jährliche Steigerungsrate zwischen 5% - 10% ist hier wünschenswert, wobei eine Unterscheidung zwischen Blue Chips und Growth Unternehmen getroffen werden muss: Die großen Unternehmen (Blue Chips) werden hier keine so hohen Ergebnisse erzielen wie junge Wachstumsunternehmen (Growth Unternehmen)