Was ist die Thesaurierung?

Definition: Thesaurierung

Abgeleitet vom griechischen Wort "thesauros", was soviel wie "Schatzhaus" bedeutet, beschreibt der Begriff Thesaurierung das Einbehalten von Gewinnen. 

Für Privatanleger interessant ist die Thesaurierung vor allem bei Indexfonds (ETFs) und Investmentfonds. Denn dieses unterscheiden sich in ausschüttende Fonds und thesaurierende Fonds.

1. Ausschüttende Fonds: Wie der Name bereits erahnen lässt, zahlen ausschüttende ETFs Gewinneinnahmen durch Zinsen und Dividenden direkt an den Anteilseigner aus. 

2. Thesaurierende Fonds: Hier werden Zinsen und Dividenden nicht an den Anteilseigner ausgeschüttet, sondern dem Fondsvolumen zugeführt. Dadurch erhöhte sich das Fondskapital, was neue Investitionen ermöglicht. 

Die Thesaurierung ist demnach ein wichtiger Begriff bei der Entwicklung einer eigenen Anlagestrategie. Plant ein Privatanleger mit stetigem passivem Einkommen, sind thesaurierende Fonds wahrscheinlich nicht die richtige Wahl. Ein Investor hingegen, der komplett auf eine passive Investmentstrategie vertraut, wird mit thesaurierenden Fonds besser beraten sein.