Was ist die Umsatzrentabilität / Umsatzrendite?

Umsatzrentabilität - Definition

Die Umsatzrentabilität, auch Umsatzrendite oder ROS (Return on Sales) genannt, setzt den erzielten Umsatz eines Jahres in das Verhältnis zum erzielten Gewinn. Einfach ausgedrückt zeigt sie auf, wieviel Gewinn auf jeden 1€ Umsatz erzielt wurde. Eine Umsatzrendite von 20% würde zum Beispiel implizieren, dass pro erzielten Euro Umsatz ein Gewinn in Höhe von 0,20 Cent erwirtschaftet wurde.  

Bei der Umsatzrentabilität gilt: Je höher desto besser.

Umsatzrentabilität Infografik

Die Umsatzrentabilität ist ein wichtiges Kriterium bei der Unternehmensanalyse und zeigt schnell auf, wie effizient ein Unternehmen arbeitet. 

Sie bildet mit der Eigenkapitalrentabilität und der Gesamtkapitalrentabilität eine von drei wichtigen Kennzahlen in Bezug auf die Profitabilität. 

Umsatzrentabilität - Formel und Berechnung

Die am häufigsten verwendete Formel zur Berechnung der Umsatzrendite setzt den Gewinn eines Unternehmens (operatives Ergebnis) in das Verhältnis zum Gesamtumsatz.

Will man ein, nicht um Steuern bereinigtes Ergebnis erhalten, muss im Nenner das EBIT (Earnings before interests an taxes) verwendet werden. Diese Form der Berechnung wird auch EBIT-Marge genannt und ist ebenfalls eine sehr häufig verbreitete Kennzahl. 

Umsatzrentabilität Formel und Berechnung


Ein Beispiel: Ein Unternehmen erzielt einen Umsatz von 20 Millionen Euro. Der Gewinn beläuft sich auf 2,5 Millionen Euro. Demnach ergibt sich folgende Formel für die Berechnung der Umsatzrentabilität: 2,5 Mio. €  :  20 Mio. € * 100 = 12,5%. 

Die Umsatzrendite in diesem Berechnungsbeispiel beläuft sich also auf 12,5%. Heißt: Auf jeden generierten 1€ Umsatz bleiben am Ende 12,5 Cent Gewinn übrig, nachdem alle Kosten abgezogen wurden.

Umsatzrentabilität - Interpretation

Da die Umsatzrendite den Umsatz und den Gewinn ins Verhältnis setzt, gibt diese Kennzahl sofort Aufschluss darüber, ob die Preise, die ein Unternehmen für seine Waren oder Dienstleistungen verlangt, stimmig sind. Außerdem zeigt sie auf, ob Materialkosten angemessen sind. Sie ist also ein wichtiger Indikator für die Kosteneffizienz eines Unternehmens. 

Je höher die Umsatzrentabilität eines Unternehmens ausfällt, desto eine höhere Widerstandsfähigkeit besitzt ein Unternehmen, um auf Krisen wie Preisrückgänge oder Kostenerhöhungen reagieren zu können. Eine hoher Wert kann also als Burggraben interpretiert werden und signalisiert außerdem ein fähiges Management

Was sind nun gute Wert bei der Umsatzrentabilität?

Eine berechtigte Frage, hier die Antwort: Kommt darauf an... 

Die Umsatzrendite ist immer sehr branchenabhängig. Aus diesem Grund sollte die Umsatzrentabilität immer mit anderen Unternehmen derselben Branche verglichen werden. Der Durchschnitt dürfte im Bereich zwischen 5% - 20% liegen. Werte darüber sind hervorragend, Umsatzrenditen unter 5% hingegen sollten als alarmierendes Zeichen verstanden werden.   

Macht ein Unternehmen Verlust, wird selbstverständlich auch die Umsatzrendite zu einem negativen Ergebnis führen. Heißt: Ein Unternehmen muss mehr für die Aufrechterhaltung des Betriebs bezahlen, als es am Ende verdient. 

Um solche Unternehmen sollte ein großer Bogen gemacht werden. Insbesondere dann, wenn bereits seit vielen Jahren eine negative Umsatzrendite ausgewiesen wird, gehören die Aktien dieses Unternehmens nichts ins Depot.

Wichtige Regeln bei der Interpretation der Umsatzrentabilität

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    Vergleiche das errechnete Ergebnis immer mit dem Branchendurchschnitt, um die Umsatzrendite richtig einstufen zu können.
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    Untersuche unbedingt das Ergebnis der letzten Jahre.
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    Meide Unternehmen mit einer negativen Umsatzrendite.
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    Hohe Werte sind ein Zeichen für hohe Effizienz und können als Burggraben verstanden werden.