Was sind Devisen?

Was sind Devisen - die Definition

Mit Sicherheit bist du bereits das ein oder andere Mal mit dem Begriff "Devisen" in Berührung gekommen. Hier erhältst du die einfache Antwort auf die Frage "Was sind Devisen?"...

Devisen sind nichts anderes als Währungen. Dies sind beispielsweise der Euro in Deutschland, der Dollar in den USA oder der Yen in Japan. Über 160 verschiedene Devisen gibt es weltweit, wobei die drei bereits genannten Währungen das größte Handelsvolumen ausmachen. 

Bei Devisen handelt es sich jedoch nicht um das Hart- oder Papiergeld, das du gerade vielleicht vor Augen hast, sondern vielmehr um Forderungen auf ausländische Währungen. Hierbei wird zwischen folgenden Arten unterschieden: 

1. Kassadevisen: Der Käufer kann innerhalb von maximal zwei Tagen mit der Lieferung rechnen.

2. Termindevisen: Die Lieferung erfolgt zu einem späteren, jedoch vereinbarten Zeitpunkt und zu einem vorab definierten Kurs.

Devisen treten immer paarweise auf, also beispielsweise in Dollar-Euro oder Dollar-Yen. Daher sind Devisen dem Otto-Normalverbraucher auch häufig unter dem Begriff "Wechselkurs" bekannt.


Was sind Devisen

Was sind Devisen - der Handel

Devisen können, ähnliche wie auch Aktien, an der Börse gehandelt werden. Es wird jedoch nicht die Währung selbst erworben, sondern vielmehr das Recht auf die jeweilige Währung. Also den Betrag X in Zukunft in einer bestimmten Währung zu erhalten.

Einfach umsetzen lässt sich der Devisenhandel mit sogenannten Derivaten.

Da Devisen sehr volatil sind, also starke Kursschwankungen unterliegen, existieren hier große Gefahren, die nur fortgeschrittene Anleger in Kauf nehmen sollten. Für Börseneinsteiger eignet sich der Devisenhandel nicht!


Was sind Devisen - der Einfluss auf den Aktienmarkt

Devisen beeinflussen auch die Wertentwicklung des Aktienmarkts erheblich. Die wichtigsten beiden Einflussfaktoren sollten dir bekannt sein:

1. Einfluss beim ausländischen Unternehmen im eigenen Depot

Beim Besitz ausländischer Aktien wird immer das sogenannte Währungsrisiko mitgetragen. Fällt der Wert der ausländischen Währung, verliert auch das eigene Investment indirekt an Wert, auch wenn sich dieser Verlust nicht direkt in deinem Depot darstellt. Solche Währungsrisiken wirken sich jedoch immer nur kurzfristig aus, wie du hier nachlesen kannst.

2. Schwache Währung als Exporttreiber

Von einer schwachen inländischen Währung profitieren in der Regel starke Exportnationen wie Deutschland. Logisch, denn ist der Eurokurs niedrig, lassen sich die Waren im Ausland billiger anbieten und mehr Verkäufe erzielen.

Gefährlich wird es jedoch für Unternehmen, die gleichzeitig hohe Mengen an Importen zu verzeichnen haben, um den Geschäftsbetrieb aufrecht zu erhalten. Denn diese werden logischerweise ebenfalls teurer.