Richtig investieren – die besten Tipps für erfolgreiche Geldanlage (Expertenrunde)

Wie funktioniert erfolgreiche Geldanlage?

Wie kann ich als Privatperson richtig investieren

Das sind die wahrscheinlich am häufigsten gestellten Fragen von Privatanlegern in der heutigen Niedrigzinsphase.

Fakt ist, dass klassische Sparprodukte wie Tagesgeld, Sparbrief oder die Lebensversicherung kaum noch Rendite abwerfen. Zumindest keine Rendite, welche die Inflation auch nur annähernd schlagen kann.

Das bedeutet: Mit dem Sparverhalten, wie es noch bei unseren Eltern und Großeltern üblich war, kommen wir heute nicht mehr weit.

Wer heutzutage sein hart verdientes Geld der Inflation nicht schutzlos ausliefern möchte, muss lernen, sicher und gewinnbringend zu investieren.  

Wobei wir wieder bei den beiden zu Beginn gestellten Fragen wären...

Aber was rät man einem Privatanleger in dieser Situation? Wie sieht denn die optimale Geldanlage tatsächlich aus?

Ganz ehrlich: Ich würde behaupten, dass es den einen richtigen Weg nicht gibt. Die eine unschlagbare Strategie, die alle anderen in den Schatten stellt, existiert schlichtweg nicht.

Erfolgreiche Geldanlage ist vielmehr sehr individuell und das perfekte Ineinandergreifen vieler kleiner Zahnräder...

Und genau aus diesem Grund war es mir wichtig, in diesen Beitrag nicht nur meine eigenen Ansichten einfließen zu lassen!

In diesem Beitrag äußern sich daher die (meiner Meinung nach) besten deutschsprachigen Finanzblogger und Finanz-YouTuber zu der alles entscheidenden Frage: Richtig investieren - meine wichtigste Regel bei der Geldanlage

Hier wartet auf dich also ein kompletter Leitfaden mit den besten Tipps und den ehrlichsten Ratschlägen der deutschsprachigen Finanzszene...

Keine Bankberater, keine Vermögensverwalter und keine selbsternannten „Finanzgurus“. Vielmehr ehrliche Privatanleger wie du und ich, die ihre langjährigen Erfahrungen und ihr Wissen mit dir teilen.

Wenn du dir diese Ratschläge – zumindest einige davon -  zu Herzen nimmst, wirst du mit Sicherheit vor dem ein oder anderen Fehler gefeit sein... 

Los geht's – dass sagen die Experten über Geldanlage

Beim Lesen dieses Artikels wird dir schnell auffallen, dass „die wichtigste Regel bei der Geldanlage“ von den befragten Finanzexperten sehr unterschiedlich interpretiert wird.

Dies resultiert unter Umständen aus persönlichen Erfahrungen und Misserfolgen aber auch aus den unterschiedlichen Anlagestrategien und Theorien, die verfolgt werden.

Verständlich, denn Geldanlage ist in der Regel ein sehr persönliches und individuelles Thema, das jeder Anleger anders umsetzt...

Du findest hier also unglaublich wertvolle und persönliche Ratschläge von Personen, die sich täglich mit der Geldanlage und dem Investieren beschäftigen.

Diese Ratschläge können dir mit Sicherheit dabei helfen, deine eigene Anlagestrategie zu optimieren und zu verbessern.

Zusammenfassend lassen sich alle Ratschläge in 7 Kategorien unterteilen, die dir nachfolgende Infografik verrät...  

Geldanlage - richtig investieren Infografik

Möchtest du dieser Grafik auf deiner Website einbinden? Gerne! Kopiere den nachfolgenden Code unverändert und füge ihn ein:

<a href="https://www.rock-die-boerse.de/erfolgreiche-geldanlage/"><img class="aligncenter wp-image-6540 size-full" src="https://www.rock-die-boerse.de/wp-content/uploads/2018/03/Geldanlage-richtig-investieren-Infografik.jpg" alt="Geldanlage - richtig investieren Infografik" width="800" height="1829" /></a>

#1: Bildung als Fundament für zukünftigen Erfolg

Bildung ist, wie in vielen Bereichen des Lebens, auch bei der Geldanlage das Fundament für zukünftigen Erfolg.

Daher sollte eine fundierte finanzielle Bildung und ein grundlegendes Verständnis des Finanzmarkts der Start eines jeden Privatanleger sein.

Verstehe, wie eine Anlage funktioniert!

Die wichtigste Regel ist zu verstehen, wie die Anlage, in die investiert wird, funktioniert. Dazu ist es meines Erachtens hilfreich, langsam und mit geringen Beträgen anzufangen und so eigene Erfahrungen zu sammeln (Teste zum Beispiel die P2P Plattform Mintos inkl. Bonus!).

Natürlich in Ergänzung zu Informationsquellen wie Finanzlektüre, Blogs oder Foren, um möglichst viele Anfängerfehler zu vermeiden, statt sie selbst zu machen. Mit der Zeit wächst dann die Erfahrungen und das Gefühl für die Anlage und der Anlagebetrag kann schrittweise erhöht werden. Dann kommt die zweitwichtigste Regel zum Tragen. Diversifikation. Nicht alles auf eine Karte setzen, sondern den Invest auf mehrere verschiedene, möglichst von einander unabhängige Anlageklassen streuen. Viel Erfolg!

Claus Lehmann von p2p-Kredite.com

Leider vernachlässigen diese Tatsache sehr viele Privatanleger...

Bildung Zitat Kennedy

An dieser Stelle passt eine Metapher des amerikanischen Motivationstrainers Tony Robbins hervorragend! 

Eine Metapher, die er zwar nicht explizit für die Geldanlage geschaffen hat (vielmehr für die Zielsetzung im Leben allgemein), die sich jedoch hervorragend übertragen lässt: das Niagarafall Syndrom.

Betrachten wir die Geldanlage einmal als Fluss...

Viele Menschen wissen, dass sie sich zwangsläufig mit dem Thema Geldanlage befassen müssen und springen notgedrungen in den Fluss - ohne Vorbereitung, ohne Grundbildung, ohne Wissen.

Jahrelang treiben sie mit dem Strom und investieren ihr Geld dort wo, es jeder andere Anleger auch investiert. Man folgt also dem "Herdentrieb".

Klar, denn ohne finanzielle Bildung ist die Philosophie „das was alle anderen machen (der Strom) wird schon richtig sein“ eine sehr befriedigende und logisch klingende Schlussfolgerung

Das Ganze geht jedoch nur so lange gut, bis der Anleger eines Tages auf einen reißenden Wasserfall zu schwimmt. Ein Wasserfall, der für die unterschiedlichsten Szenarien und Probleme stehen kann...

Wenn sich der Privatanleger diesem Wasserfall nähert, ist dessen reißender Sog bereits zu stark, dass er unumgänglich in die Tiefe gerissen wird...  

Geldanlage ist Tango!

Jeder Jeck ist anders – so heißt es im „Rheinischen Grundgesetz“.

Das ist gut so. In jedem Fall an der Börse. Denn Kurse können nur dann zustande kommen, wenn hierüber unterschiedliche Einschätzungen aufeinandertreffen. Ohne Theorievielfalt kein Börsenhandel. It takes two to Tango. Allerdings sollte sich jeder Akteur auf dem einen wie dem anderen Parkett konsequent stilsicher bewegen. Je früher man seinen Rhythmus findet und die Experimentierphase beendet, desto besser.

Im Gegensatz zum Tango sollten Intuition und Emotion aber an Börse außen vor bleiben. Am besten gelingt das durch eine strenge Informationsdiät und regelbasiertes Handeln. Ach ja, Theorievielfalt bedeutet auch, dass Prognosen und Vorhersagen vergebliche Liebesmühe sind. Die Zeit kann man sich sparen und anderweitig investieren – wie wäre es mit Tango Argentino?

Luis von nurbaresistwahres.de

Was können wir aus dieser Metapher lernen und auf die Geldanlage übertragen?

Ganz einfach...

Wer den Sprung ins Wasser ohne Vorbereitung und ohne Bildung wagt, wird zwangsläufig früher oder später durch eigentlich vermeidbare Fehler vor finanzielle Probleme gestellt.

Wer sich hingegen regelmäßig weiterbildet kann sich auch auf die stärkste Strömung und den tiefsten Wasserfall effektiv vorbereiten.

Natürlich wird man auch mit einem großen Wissensschatz und einer fundierten Finanzausbildung nicht jedem Wasserfall trotzen können. Die Chancen, turbulente Gewässer unbeschadet zu überstehen, sind jedoch um ein Vielfaches größer.

Der Schlüssel zum Erfolg ist Wissen!

Der Schlüssel zu einer erfolgreichen Investition ist immer Wissen. Ein Warren Buffet oder Star-Immobilieninvestor wählt schließlich nicht zufällig seine Investments aus oder überlässt sonst irgendetwas dem Zufall. Du solltest Dich also immer weiterbilden und lernen, was eine erfolgreiche Investition ist. Dazu gehört es zum Beispiel zu Beginn sich auch mal Gedanken darüber zu machen, ob Du von Lebensversicherungen, Riester und Rürup die Finger lassen solltest oder in welche Anlageklassen Du nicht investieren möchtest.

Mehr wissen kann bei einer Investition niemals schaden. Denke allerdings auch daran das eigene Wissen dann in die Tat umzusetzen.

Dominik von finanziell-frei-mit-30.de

Eigentlich schreibt es der logische Menschenverstand vor, dass es ohne finanzielle Bildung schlichtweg unmöglich ist, erfolgreich zu investieren.

Dennoch beschäftigt sich (leider) gerade der deutschsprachige Raum kaum bis gar nicht mit dem Thema Geldanlage.

Schwarz auf Weiß belegt diese These eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). Die Studie kommt nämlich zu dem Ergebnis, dass sich viele Menschen im deutschen Raum auch mit den einfachsten finanziellen Konzepten nicht auskennen.

#2: Investiere ausschließlich in Qualität

Wenn du einen neuen Fernseher, einen neunen Laptop oder ein neues Auto kaufst, wie gehst du vor?

Nun, wenn du wie schätzungsweise 90% der Bevölkerung gepolt bist, wirst du wahrscheinlich Testberichte lesen, Angebote vergleichen und dich schlussendlich für den besten Fernseher, den besten Laptop oder das beste Auto entscheiden, das du finden kannst.

Warum also diese Vorgehensweise nicht auf die Geldanlage übertragen?

Investiere nur in die besten Unternehmen und die besten Produkte die du finden kannst!

Jeder Anleger sollte sich auf dem Parkett bewegen können!

Nur mal angenommen, du könntest in deinem Leben nicht mehr als 20 Käufe von Aktien machen - was würdest du tun? Diese Regel oder besser, diese Idee ist von Warren Buffet. Ich habe sie mir vor vier Jahren selber mal bestellt - und anschließend erstaunt festgestellt, dass ich nicht nur viel entspannter anlege, sondern auch eine deutlich bessere Performance habe.

Ich habe Buffetts Idee damals noch zugespitzt: Was würde ich tun, wenn ich mir nur drei Aktien kaufen dürfte? Die Antwort lautete: APPLE, MASTERCARD und NOVO NORDISK. Auf diese Weise ist übrigens auch mein Blog entstanden. Ich wollte über die drei besten Aktien der Welt gerne etwas schreiben - und so habe ich dann grossmutters-sparstrumpf gegründet.

Christian Thiel von grossmutters-sparstrumpf.de und Autor des Buches "Schatz, ich habe den Index geschlagen"

Soweit zur Theorie....

Bleibt nun die Frage: Wie sieht die praktische Umsetzung dieser Regel aus? Wie lassen sich qualitativ hochwertige von den schlechten Unternehmen unterscheiden?  

Um diese Frage zu beantworten, möchte ich kurz abschweifen, um dir zwei Personen vorzustellen...

Person A: Verwaltete von 1977 – 1990 einen Fond, dessen Volumen in dieser Zeit von 20 Millionen US-Dollar auf 14 Milliarden US-Dollar anwuchs. Die durchschnittliche jährliche Rendite in dieser Zeit belief sich auf unglaubliche 29% (Quelle).

Person B: Gelang es, seit 1957 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 20% zu erzielen. Ein Ergebnis, das seinesgleichen sucht (Quelle).

Und, hast du eine Ahnung, um welche Personen es sich hier handelt?

Ich verrate es dir...

Bei Person A handelt es sich um Peter Lynch, der von 1977 bis 1990 den Fidelity Magellan Fonds verwaltete und die unbeschreibliche Rendite von 29% p.a. erzielte.

Bei Person B handelt es sich um keinen geringeren als Investmentlegende Warren Buffet.

Nun zurück zum eigentlichen Thema. Der Frage, wie du als Privatanleger qualitativ hochwertige Unternehmen finden und erkennen kannst.

Ganz einfach...

Aufgrund der sensationellen Rendite, die Warren Buffet und Peter Lynch erzielen konnten, kann man davon ausgehen, dass beide ausschließlich in hochwertige Unternehmen investiert haben. Also Unternehmen, die ihren Wert in der Vergangenheit erheblich steigern konnten.

Beide scheinen also die Antwort, die wir suchen, bereits gefunden zu haben...

Grund genug also, sich an diesen beiden Vorbildern in Sachen Aktienauswahl und Unternehmensanalyse zu orientieren, oder nicht?

Das Tolle an beiden Investoren ist nämlich: Sowohl Warren Buffet, wie auch Peter Lynch, geben ihr Wissen bereitwillig an Privatanleger weiter. Sei es in Form von tollen Büchern, Interviews oder Artikeln.

Allein die „Annual Reports“, also die Geschäftsberichte von Berkshire Hathaway (Unternehmen von Warren Buffet) sind eine wahre Goldgrube für alle, die ihre Investmentfähigkeiten verbessern möchten.

Was will ich dir damit sagen...

Du musst das Rad nicht neu erfinden! Lerne von erfolgreichen Investoren, die über Jahrzehnte hinweg ihre außergewöhnlichen Fähigkeiten demonstriert haben.

Das müssen auch nicht Warren Buffet oder Peter Lynch sein. Es existieren zahlreiche „Rockstars der Geldanlage“, deren Vorgehensweise du analysieren und auf dich übertragen kannst. Je nachdem, welche Philosophie am besten zu dir passt.

So sieht es im Übrigen auch Alexander, der Betreiber von valueinvestingchronicle.com, dessen wichtigste Regel bei der Geldanlage auf den Grundsätzen von Warren Buffet beruht...

Ich halte mich an das Value Investing!

Ich als leidenschaftlicher Anhänger des Value Investing halte mich an die folgenden fünf Regel bei der Geldanlage:

  1. Bleibe in deinem Kompetenzbereich
  2. Suche nach Unternehmen mit günstigen langfristigen Aussichten
  3. Verfügt das Unternehmen über ehrliche und kompetente Manager
  4. Ist die Aktie des Unternehmens fair bewertet.
  5. Bleibe cool, wenn andere zittrig sind – Verkaufe, wenn andere euphorisch sind


Alexander von valueinvestingchronicle.com

Übrigens: Detaillierte Einblicke in das Thema Aktienanalyse und Unternehmensbewertung bietet die Blogserie: Aktien bewerten in Eigenregie


#3: Denke und investiere langfristig

Langfristig zu investieren und zu denken ist wohl einer der wertvollsten Tipps, die man einem Privatanleger geben kann.

Langfristig Investieren Zitat

Denke langfristig!

Langfristiges Denken spielt im Beruf, in der Ausbildung und natürlich auch bei der Geldanlage eine große Rolle. Du wirst nicht an einem Tag vom Angestellten zum Geschäftsführer befördert und dein Studium auch nicht an einem Tag abschließen. Genauso ist es auch bei der Geldanlage. Geld vermehrt sich nicht schnell. Deswegen musst du geduldig sein.

Aus dieser Erkenntnis solltest du die richtigen Schlüsse ziehen. Eigne dir Finanzbildung an, damit du nicht auf Scharlatane oder „Berater“ reinfällst und überlege dir eigenständig eine Strategie, die du bis an dein Lebensende verfolgen kannst oder zumindest zehn Jahre. Bei der Suche nach der richtigen Strategie solltest du dir die Vorteile der passiven Geldanlage bewusstmachen.

Fang früh an zu investieren und dank des Zinseszinses wirst du dir langsam aber sicher ein Vermögen aufbauen - „Die Mühlen mahlen langsam aber stetig.“

Thomas und Arno von Finanzfluss

Eine langfristige Anlagestrategie hat unglaublich viele Vorteile gegenüber ein kurz- oder mittelfristigen Strategie...

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    Langfristiges Investieren schont deine Psyche und reduziert Fehler
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    Wer langfristig investiert spart Geld
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    Langfristige Investoren haben meist eine bessere Rendite
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    Durch langfristiges Investieren hast du mehr Zeit

Geduld führt zum Erfolg!

Ich habe fast ausschließlich Dividendentitel im Aktiendepot, denn sie generieren einen regelmäßigen Cashflow und damit auch ein ständiges Erfolgserlebnis. Ein Erfolgserlebnis ist an der Börse nicht einfacher und entspannter zu bekommen als mit Dividenden, die auf's Konto überwiesen werden. Sie können sowohl ein zweites Einkommen als auch eine Altersvorsorge sein.

Dabei setze ich vor allem auf dividendenstarke Blue Chips und ETFs. Wenn man diese regelmäßig nachkauft, sieht man die Gewinne schnell (im Sinne eines geduldigen Investors) steigen.

Johannes von johannes-lortz.de

1. Langfristiges Investieren schont deine Psyche und reduziert Fehler

Wie du mit Sicherheit schon weißt, bewegen sich die Finanzmärkte in Auf- und Abwärtstrends. Die Dauer dieser Trends kann keiner vorhersagen. Mal dauern diese Wochen, mal Tage, mal Monate...

Auch den konkreten Zeitpunkt, wann ein Trend plötzlich die Richtung wechselt oder wann sich ein Crash ereignet, wird niemand vorausahnen können. 

Trotz dieser stetig wechselnden Auf- und Abwärtsbewegungen kann man jedoch bei der Betrachtung langfristiger Aktiencharts folgende Feststellungen treffen:

Auf lange Sicht kannten die Finanzmärkte in der Vergangenheit nur eine Richtung: nach oben. Auf lange Sicht ist die Entwicklung der Börse also positiv.

Dies zeigt auch der Chart des MSCI World Index, der die weltweite Entwicklung der Aktienmärkte abbildet. Immer wieder sind zwar kurze Rückschläge zu sehen, die langfristige Entwicklung ist jedoch eindeutig positiv.

Nun ist es jedoch so, dass trotz dieser Entwicklung auch Phasen existieren, in denen sich der Markt für keine klare Richtung entscheiden kann und sehr starke Bewegungen nach oben und nach unten ausbildet. Im Fachjargon spricht man von Volatilität.

Und genau in diesen Phasen verlieren Privatanleger am meisten Geld!

Schuld dafür sind häufig psychische Fehlentscheidungen aufgrund rapide fallender Kurs und daraus resultierender Verlustängste.

Das sind Fehlentscheidungen, die keiner Rationalität, sondern den niedrigsten menschlichen Instinkten folgen: Angst, Panik oder Gier.

Ursache: Untersuchungen haben ergeben, dass die Angst vor Verlusten deutlich schwerer wiegt also die Freude über gewinne. Dies zeigt auch die Studie von Benedetto De Martino vom britischen University College London.

Und genau hier liegt der Vorteil einer langfristigen Anlagestrategie. Je länger dein Anlagehorizont ist, desto entspannter kannst du diesen kurz- und mittelfristigen Turbulenzen entgegentreten.

Durch langfristige Geldanlage vermeidest bzw. reduzierst du also Fehlentscheidungen die aus volatilen Märkten entstehen.

Die wichtigste Regel: ein langfristiger Ansatz!

Die wichtigste Regel beim erfolgreichen Investieren ist ein konsequenter, langfristiger Ansatz.

Mittlerweile wird Anlegern immer bewusster, dass selbst hoch bezahlte und gut ausgebildete Fondsmanager mit viel Erfahrung nicht die Performance des Marktes an sich über 10 oder 20 Jahre schlagen können.

Daher ist es von enormer Bedeutung mit der notwendigen Geduld, die meiste Zeit der eigenen Investmentkarriere nicht viel zu tun. Natürlich muss man sich über einen Erfolg versprechende, diversifizierte Strategie Gedanken machen. Doch die eigentliche Arbeit liegt in der anfänglichen Recherche und später lediglich in der Verwaltung oder Feinjustierung einer Strategie. Weniger ist mehr!

Ronny von investieren-mit-kopf.de

Auch die Fachpresse zieht ähnliche Schlüsse wie Ronny von investieren-mit-kopf.de: Wie das Manager Magazin im Jahr 2016 berichtete, ist es 86 Prozent der Fondsmanager über einen Zeitraum von 10 Jahren nicht gelungen, den Markt zu schlagen. Und das sind immerhin die Profis...


2. Wer langfristig investiert spart Geld

Einer der größten Renditekiller bei Privatanlegern trägt den Namen: Transaktionsgebühren.

Das Problem: Transaktionsgebühren, die beim Kauf und Verkauf von Aktien fällig werden, scheinen immer wieder unterschätzt zu werden.

Das sind doch nur ein paar Euro, oder?

Falsch!

Auch zunächst marginal erscheinende Gebühren zwischen 5€ - 10€ können auf lange Sicht erheblich ins Gewicht fallen und die Rendite erheblich schmälern.

Vor allem dann, wenn man keine langfristige Strategie verfolgt und viele Käufe bzw. Verkäufe in kurzen Zeitintervallen ausführt.

Nicht ohne Grund ist die alte Börsenweisheit „Hin und Her macht Taschen leer“ eine der am häufigsten zitierten Gesetzmäßigkeiten an der Börse.

Bei einer langfristigen Anlagestrategie werden hingegen viel weniger Transaktionen getätigt. Es fallen also deutlich weniger Transaktionsgebühren an.   

Mehr zu diesem Thema findest du unter „#7: Gebühren und Kosten unterschätzen“.

Geduld und Emotionslosigkeit!

Ich verfolge zwei wichtige Grundsätze bei meiner Geldanlage: Geduld und Emotionslosigkeit.

Beides zusammen ist die Basis für einen langfristigen Erfolg beim Vermögensaufbau. Gleichgültig welche Nachrichten die Börsenkurse auch erschüttern, ich nehme sie maximal nur noch am Rande zur Kenntnis. Sie interessieren mich nicht, weil ich fest an das langfristige Wachstum der Börsenkurse glaube.

Die kontinuierliche Produktivitätssteigerung der Weltwirtschaft lässt die Unternehmenswerte auf lange Sicht wachsen. Davon profitieren auch die Börsenkurse. Ob der Wert meines Portfolios heute nun fällt oder steigt ist mir mittlerweile egal. Alles was zählt, ist Geduld und Ausdauer um über viele Jahre hinweg Gewinne einzustreichen.

Sascha von bankenmaerchen.de


3. Langfristige Investoren haben meist eine bessere Rendite

Ich möchte behaupten, dass langfristig orientierte Privatanleger meist eine bessere Rendite vorweisen können, als kurz- oder mittelfristig orientierte Anleger. Und das liegt nicht nur an der bereits angesprochenen Vermeidung/Reduzierung psychologischer Fehlentscheidungen.

Auf was ich in diesem Zusammenhang anspiele, zielt auf ein Phänomen ab, dass Albert Einstein gerne als das „8. Weltwunder“ bezeichnet hat: den Zinseszins-Effekt.

Zitat Zinseszins

Leider sind sich viele Privatanleger der unglaublichen Macht des Zinseszins-Effekts bei der Geldanlage (noch?) nicht bewusst und unterschätzen diesen immer wieder.

Investiere langfristig in Unternehmen, die Werte erzeugen

Wenn ich nur eine Regel nennen müsste, dann wäre das: „Investiere langfristig in Unternehmen, die Werte erzeugen“.

Die meisten Marktteilnehmer können wegen ihrer Kunden oder aus anderen Gründen nicht wirklich langfristig investieren. Sie sind gezwungen kurzfristig zu handeln. Hierdurch erzielen sie in der Regel auf lange Sicht eine schlechtere Rendite.  

Als Privatanleger hat man die volle Kontrolle über sein Geld und kann die kurzfristigen Entwicklungen ausblenden und sich auf das größere Bild konzentrieren. Wenn man diese innere Einstellung an der Börse auf werterzeugende Unternehmen (diese steigern ihren fundamentalen Wert über die Zeit und werden so immer mehr wert) anwendet, kann man auf lange Sicht solide Geld verdienen. 

Christian von hamsterradblog.com

Glaubst du nicht?

Zur Verdeutlichung eine Grafik mit zwei Szenarien, welchen die identische Situation zugrunde liegt:

7% Rendite p.a. (was ungefähr dem historischen Durchschnitt des Aktienmarkts entspricht), bei einem Anlagevermögen von 100.000 Euro (Steuerabzug wurde nicht berücksichtigt).

Einziger Unterschied: Beim ersten Szenario werden Erträge aus Zinsen und Dividenden reinvestiert, beim zweiten Szenario jedoch nicht.

Investieren mit und ohne Zinseszins

Die Differenz des Endbetrags nach 20 Jahren ist gewaltig!

Werden die Erträge reinvestiert, stehen nach 20 Jahren stolze 386.968,45 Euro zu Buche. Wer darauf verzichtet, verfügt nach der gleichen Zeit „nur“ über 240.000 Euro.

Eine Differenz von 146.968,45 Euro!

Auffallend ist auch, dass der Zinseszinseffekt mit fortschreitender Anlagedauer zunehmend an Fahrt gewinnt. Wer also einen langen Atem beweist, profitiert immer mehr vom „8. Weltwunder“. 


4. Durch langfristiges Investieren hast du mehr Zeit

Es liegt eigentlich auf der Hand, ist dennoch ein Vorteil, der erwähnt werden sollte: Durch langfristige Geldanlage genießt du ein Mehr an Zeit. Schließlich musst du dich deutlich weniger mit den Geschehnissen an den Finanzmärkten und der Geldanlage beschäftigen.

Hast du dein Depot bei einer langfristigen Strategie einmal aufgebaut (hoffentlich nach den Kriterien, die bereits beschrieben wurden), kannst du dich entspannt zurücklehnen.

Insbesondere dann, wenn du passiv in ETFs oder Fonds investierst, kommt dieser Effekt voll zum Tragen. 

Langfristiger Horizont und Passivierung!

Unsere wichtigste Regel bei der Geldanlage besteht aus zwei sich komplementierenden Aspekten. Ein langfristiger Anlagehorizont soll immer mit maximaler Passivierbarkeit (Automatisierbarkeit) unserer Investments einhergehen. Da wir uns als maximal passive Investoren verstehen, wollen wir auch das zeitliche Investment in unseren Vermögensaufbau so niedrig wie möglich halten.

Das geht unserer Erfahrung nach nur, wenn man einen langfristigen Anlagehorizont (mind. 10 Jahre) verfolgt und die Investitionen so gut es geht passiviert (durch Daueraufträge, ETF-Sparpläne, etc.). Das garantiert unserer Meinung nach ein konstantes und sicheres Wachstum des Anlagevermögens durch den Zinseszins-Effekt (da Krisen "einfach" ausgesessen werden), hält die emotionale Bindung an das investierte Geld auf einem Minimum und schafft so mit minimalem Zeitaufwand maximalen Ertrag.

Christoph M. Klein  und Jens Helbig – Bestseller-Autoren und Betreiber von geldsystem-verstehen.de

#4: Schaffe ein Höchstmaß an Sicherheit

Bevor du dich intensiv mit dem Investieren, egal ob Aktien, ETFs, Fonds oder P2P Kredite, beschäftigst, solltest du dich mit der Absicherung deiner finanziellen Situation beschäftigen.

Dabei sind vor allem 3 Bereiche von entscheidender Bedeutung:

  • Versicherungen
  • Rücklagen für Notfälle
  • Ausbildung und Absicherung der Kinder (falls vorhanden)


Bevor du nicht abschließend dafür gesorgt hast, dass die Sicherheit in keinem dieser drei Bereiche leidet, solltest du auch nicht mit dem Investieren beginnen.

Versteh mich nicht falsch: Natürlich kann es durchaus Sinn machen, frühzeitig mit einem ETF-Sparplan zu beginnen. Auch, wenn du zum Beispiel noch keine Barreserven gebildet hast. Die Investitionssumme sollte jedoch immer im Einklang mit deiner finanziellen Situation stehen. 

Sichere dich ab!

Die wichtigste Regel ist, sichere dich ab, bevor du auch nur 1 Euro investierst.
Es soll Investoren geben, die ohne Berufsunfähigkeitsversicherung und Private Haftpflichtversicherung auskommen, um ein bisschen Sparrate mehr zu haben.

Es soll Anleger geben, die verschulden sich für ihr Investment und haben keinerlei Rücklagen auf dem Tagesgeldkonto.

Denke zuerst an dich (ggf. an deinen Partner und eventuelle Kinder), sicher dich ab, bilde Rücklagen und fange erst dann an dein weiteres Geld zu investieren. Mehr Infos unter „5 Fragen für deinen Erfolg als Anleger“.

Sebastian von hobbyinvestor.de 

Beim Thema Sicherheit muss auch angesprochen werden, dass du nur Geld investieren solltest, das frei und ungebunden ist. Investiere nur das Geld, das du theoretisch komplett verlieren könntest, ohne vor finanzielle Probleme gestellt zu werden.

Investiere also nur Kapital, das nicht bereits an anderer Stelle eingeplant ist.

Ein Beispiel: Es macht keinen Sinn, 10.000 Euro in Aktien zu investieren, wenn du schon weißt, dass du dieses Geld in wenigen Monaten für die Abschlussrate deines Autokredits benötigst.

Plane beim Aktienkauf immer mit einer Haltedauer von mehreren Jahren und investiere nur Geld, das du theoretisch so lange entbehren kannst. Der Investor Verlag empfiehlt sogar, eine Planungsphase von 10 Jahren für vorsichtige Anleger.  

Selbstverständlich solltest du auch NIEMALS einen Kredit aufnehmen, um Investmentkapital zu beschaffen.


#5: Optimiere dein Anlageverhalten

Die Optimierung des Anlageverhaltens resultiert im Wesentlichen aus der Umsetzung der bereits angesprochenen Themen.

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    Eigne dir das Wissen an, das du als erfolgreicher Investor benötigst
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    Investiere nur in Qualität
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    Denke langfristig

Daher möchte ich zu den Tipps der Finanzprofis in diesem Bereich auch gar nicht mehr viel sagen und diese für sich selbst sprechen lassen...

Kaufe nur, was du verstehst!

Aktien zu kaufen bedeutet Firmenanteile zu kaufen. Von allen zukünftig erzielten Gewinnen zu profitieren. Der entscheidende Faktor für den langfristigen Wert einer Aktie ist die langfristige Entwicklung eines Unternehmens. Und nicht das aktuelle Kurs-Gewinn-Verhältnis.

Geht es einem Unternehmen von Jahr zu Jahr besser, dann können auch mehr und mehr Dividenden bezahlt werden. Der Kurs wird steigen. Daher beschäftigen wir von AlleAktien.de uns bei unseren Aktienanalysen mit den langfristigen Perspektiven, Chancen und Risiken von Unternehmen. Wir sind immer auf der Suche nach Unternehmen, die stetig wertvoller werden. Kaufe dir keinen billigen Schrott, sondern kaufe dir Anteile an den Perlen der Wirtschaft!

Beteilige dich nur an Unternehmen, bei denen du verstehst, wie sie ihren Gewinn erwirtschaften. Dann fällt es dir auch leichter, durchzuhalten. Viel Erfolg bei deiner Aktienanlage!"

Jonathan von alleaktien.de und Gründer der Facebook-Gruppe "Dividendenstrategie"

Höre niemals auf die Tipps anderer Leute!

Informiere dich selbst, sammle alle Informationen und bilde dir deine eigene Meinung, denn nur dann verstehst du, was du kaufst und stehst zu deinem Investment.

An der Börse hat niemand etwas zu verschenken und vermeintlich sichere Tipps entpuppen sich oft als eigennütziges Vorhaben.

Alexander von rente-mit-dividende.de

Verliere dich nicht in Details!

Viele Anleger verbringen Stunden damit Geschäftsberichte zu wälzen oder den perfekten ETF zu finden. Dabei wird das Depot regelmäßig umgeschichtet und bis zum Exzess diversifiziert.

Langfristig kommt es aber nicht auf die Produkte selber an. Das sind nur Details, die langfristig keinen großen Unterschied machen. Viel wichtiger sind ein paar übergeordnete Verhaltensweisen: Starte mit der Geldanlage so früh wie möglich um den Zinseszins zu nutzen. Spare einen Teil Deines Einkommens und investiere dieses Geld in mehrere Anlageklassen. Halte dabei Deine Geldanlage so einfach wie möglich.

Und am wichtigsten: Bleibe Deiner einmal festgelegten Strategie treu – egal wo die Märkte sich gerade bewegen. Wenn Du diese übergeordneten Punkte befolgst wirst Du langfristig erfolgreich Vermögen aufbauen.

Nico von finanzglueck.de

Wäge zwischen starken und schwachen Argumenten ab!

Aus meiner persönlich Sicht, liegt das wahre Können eines guten Investors nicht darin, sich mit jedem Unternehmen und den jeweiligen Geschäftsfeldern bestens auszukennen, sondern darin, zwischen starken und schwachen Argumenten für das Investment unterscheiden zu können.

Dafür sind aber nicht nur unternehmensspezifische Kenntnisse notwendig, sondern Kenntnisse über das Marktverhalten generell, wie etwa das Verhalten des Sentiments oder schlicht und ergreifend die Chancen in der jeweiligen Branche. Man muss folglich bei der Analyse sich darauf konzentrieren zwischen den Zeilen zu lesen, denn da verstecken sich in der Regel die starken Argumente. Die schwachen Argumente sieht man hingegen auf Anhieb. Zudem sind sie oft in der Überzahl.  

David von alpha-invest.blog

#6: Mindere das Risiko durch Diversifikation

Aktien sind, auch wenn du ausschließlich in qualitativ hochwertige Unternehmen investierst, ein Risikoinvestment. Vor allem im Vergleich zu den „sicheren Häfen“ Tagesgeld oder Lebensversicherung.

Allerdings versprechen Aktien eben auch eine deutlich höhere Rendite!

Die gute Nachricht: Durch eine einfache Maßnahme kannst du die Sicherheit deines Depots immens erhöhen, ohne die Rendite nachhaltig zu gefährden.

Das Zauberwort lautet Diversifikation...

Meine wichtigste Regel: Diversifikation!

Die Empfehlung „Lege nicht alle Eier in einen Korb!“ werden die meisten Anleger schon einmal gehört haben. Wenn dir nämlich dieser eine Korb runterfällt, geklaut wird oder ähnliches sind alle deine Eier futsch. Geld ist wohl noch wertvoller als die sinnbildlichen Eier. Von daher achte ich beim Thema Finanzen und Geldanlage darauf, dass ich meine Investments auf verschiedene Assetklassen aufteile. Diese Diversifizierung wird mit steigendem Vermögen immer wichtiger. Irgendwann geht es nicht mehr nur darum die Rendite zu pushen, sondern auch Absicherungen zu implementieren. Ein sinnvoller Vermögensmix richtet sich nach persönlicher Risikoneigung, Alter und eben nach der Höhe des Gesamtvermögens. Ich persönlich habe folgendermaßen gestreut: Wertpapiere, Immobilien, P2P-Kredite, Crowdinvesting, Kryptowährungen, Edelmetalle, Bausparverträge, Riester-Rente, Tages- und Festgeld.

Auch in den verschiedenen Anlageklassen habe ich wiederum diversifiziert: Beispiel Wertpapiere  aktive Fonds, ETFs, Einzelaktien, Optionshandel, Einmalanlagen, Sparpläne,… So kann man alles immer weiter runterbrechen. Ich fühle mich damit wohl. Wer mehr über diese Finanzthemen erfahren möchte ist herzlich eingeladen regelmäßig auf www.freakyfinance.net vorbeizuschauen!

Vicent von freakyfinance.net

Diversifikation ist die Verteilung deines Investmentkapitals auf verschiedene Anlageklassen, Branchen und Regionen. Dies ist ein essenzieller Schritt, um das Verlustrisiko bei der Geldanlage erheblich zu reduzieren.

Es existieren unzählige Sprichwörter (Setze nicht dein ganzes Geld auf ein Pferd, Werfe nicht alle Eier in einen Korb, etc.), die dieses Thema versinnbildlichen und deutlich machen, wie wichtig die Diversifizierung bei der Geldanlage ist.

Wie du das Thema praktisch umsetzen kannst, erfährst du in einem sehr ausführlichen Beitrag auf rock-die-boerse.de: Diversifizierung – so senkst du das Risiko durch aktives Depotmanagement.  

Rendite ist nicht das Wichtigste!

Hingegen der Meinung vieler ist die Rendite nicht das „Wichtigste“ beim Investieren. Zuerst sollte das Risiko gemanagt werden. Sprich, wie kann ich das Risiko minimieren und die erwartete Rendite maximieren.

Am einfachsten funktioniert dies durch Diversifikation. Also die strategische Asset Allokation über mehrere Assetklassen hinweg (Aktien, Anleihen etc.). Ein Tisch steht auch nicht nur auf einem Bein.

Des Weiteren sollte man die Finanzen weitgehend automatisieren, um psychologische Fallstricke zu vermeiden. Damit ist gemeint Sparpläne zu nutzen, einen Notgroschen anlegen und dies möglichst automatisieren (Daueraufträge). Zudem sollte man nicht aktiv investieren, sondern lieber am Spielfeldrand sitzen und das Treiben beobachten (Stichwort - ETFs). Zudem sollte man sich immer wieder klarmachen: Investieren ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Achso und man sollte das Financial Entertainment vermeiden (Schlagzeilen von Finanzzeitschriften). Ich weiß zum Beispiel nie wie der Dax genau steht.

Bastian von Talerbox

#7: Behalte die Kosten im Blick

Wie wichtig es ist, die Kosten bei der Geldanlage im Blick zu behalten, wurde bereits im Zusammenhang mit den Vorteilen einer langfristigen Anlagestrategie angesprochen.

Zum Abschluss dieses Beitrags möchte ich auf dieses Thema nochmals näher eingehen...

Geldanlage sollte kostengünstig sein!

Wenn man investiert, muss man auf verschiedene Dinge achten.

Aus meiner Sicht ist es jedoch besonders wichtig, dass eine Geldanlage kostengünstig ist.

Denn während ich die Rendite eines Investments in der Regel nicht beeinflussen kann, gilt dies sehr wohl für seine Kosten. Niedrige Kosten tragen dazu bei, dass die Nettorendite einer Geldanlage unterm Strich stimmt.

Deshalb lande ich bei Exchange Traded Funds (ETFs) und nicht bei aktiv gemanagten Fonds.

Und bei Einzelwerten aufgrund des Risikos (siehe Beispiel VW (Dieselskandal) oder Deutsche Bank (Missmanagement) schon gar nicht.

ETFs kosten im Schnitt nur 0,37 Prozent pro Jahr an Verwaltungskosten und klassische Investmentfonds immerhin 1,5 bis 2 Prozent p. a. Da stimmt bei klassischen Fonds unterm Strich die Nettorendite sehr oft nicht. Auf lange Sicht sogar in der Mehrzahl der Fälle nicht.

Das belegen wissenschaftliche Studien inzwischen eindeutig.

Dr. Jürgen Nawatzki von etf-blog.com

Da viele Privatanleger in Sachen Kosten und Gebühren bei der Geldanlage immer wieder dem Irrglauben verfallen, dass „einige Prozent hin oder her keinen Unterschied machen“, möchte ich diesem Thema ein hohes Maß an Aufmerksamkeit schenken.

Und zwar, um diesen falschen Denkansatz zu widerlegen...

Dabei möchte ich vor allem zwei Bereiche genauer unter die Lupe nehmen:

  1. Die Transaktionskosten bei Aktienkäufen bzw. -verkäufen
  2. Jährliche Gebühren bei ETFs und Fonds


Einmalige Transaktionskosten beim Investieren in Aktien

Zugegeben, die Transaktionskosten bei Aktientransaktionen sind Dank der Flut an Online-Brokern in den letzten Jahren rapide gefallen. Über die aktuelle Situation informiert die Website depotvergleich.com ausführlich.

Je nach Broker existieren günstige Flat-Modelle oder klassische Provisionsmodelle. Beide haben ihre Vor- und Nachteile.

Trotz dieser stark gesunkenen Gebühren besitzt das Sprichwort „Hin und Her macht Taschen leer“ jedoch nach wie vor seine Gültigkeit.

Oder anders ausgedrückt: Kleinvieh macht auch Mist!

Das soll jetzt keineswegs Phrasendrescherei sein, sondern dich darauf hinweisen, die Kosten bei der Geldanlage unbedingt so gering wie möglich zu halten.

Am Ende kann nämlich die Summe aus vielen „kleinen“ Gebühren und Kosten deine Rendite erheblich schmälern. Gebühren, die einzeln betrachtet gering erscheinen und kaum auffallen.

Entscheide dich also im Zweifelsfall immer für den günstigsten Broker, der die besten Konditionen bietet und versuche, deine Transaktionen auf ein Minimum zu reduzieren.

Übrigens: Wenn du mit dem Gebührenmodell deines Brokers nicht zufrieden bist, kann sich ein Depotwechsel durchaus lohnen. 


Laufende Kosten bei der Geldanlage in Fonds und ETFs

Bei Fonds und ETFs sind es nicht die Transaktionskosten, welche die Rendite erheblich beeinflussen, sondern die laufenden jährlichen Gebühren.

Die Grundsatzfrage, ob nun ETFs oder Fonds die bessere Wahl sind, möchte ich an dieser Stelle nicht versuchen zu beantworten.

Da es hier ausschließlich um den Kostenaspekt gehen soll, muss die Empfehlung jedoch ganz klar in Richtung ETFs ausgesprochen werden. Hier liegen Fonds nämlich bei jährlichen Gebühren von circa 2%, ETFs hingegen zwischen 0,3% - 0,6%.

Welchen Einfluss dieser Unterschied auf die langfristige Rendite haben kann, zeigt die nachfolgende Grafik (Anlagesumme 100.000 Euro, 7% Rendite p.a., Steuern nicht berücksichtigt)...

Geldanlage Fonds vs. ETFs

Der Unterschied nach 20 Jahren: 83.540,72 Euro

Der Vollständigkeit halber möchte ich auch noch auf die minimalen, scheinbar kaum exsistententen Unterschiede bei ETFs selbst eingehen...

Die nachfolgende Grafik zeigt die Entwicklung eines ETFs mit einer jährlichen Gebühr von 0,3% im Vergleich zur Entwicklung eines ETFs mit einer jährlichen Gebühr von 0,6%. Selbstverständlich bei identischer Performance.

Geldanlage 03 vs 06

In diesem Beispiel beläuft sich der Unterschied auf 21.121,74 Euro nach 20 Jahren!

Zwei Rechenbeispiele, die hoffentlich deutlich machen, dass der Kostenfaktor bei der Geldanlage niemals außer Achte gelassen werden sollte. Auch dann nicht, wenn die Unterschiede nur minimal erscheinen.

Gering Gebühren sollten zwar niemals das ausschlaggebende Kaufargument für einen ETF oder einen Fonds sein sein, vernachlässigen solltest du diese jedoch auch nicht...


Fazit: Erfolgreiche Geldanlage muss nicht kompliziert sein...

Insgesamt 18 deutsche Finanzblogger und Finanz-YouTuber haben ihre wichtigste Investmentregel in diesen Beitrag einfließen lassen.

Als Resümee lässt sich festhalten, dass auf sehr unterschiedliche Bereich Wert gelegt wird.

Dabei ist keiner dieser Bereiche weniger wichtig als ein anderer. Aus diesem Grund solltest du dir die Tipps und Tricks der teilweise sehr erfahrenen Investoren zu Herzen nehmen und versuchen, diese so gut wie möglich umzusetzen.

Fakt ist: Geldanlage ist kein Hexenwerk und muss nicht komplex sein. Du darfst nur keine Angst davor haben, dein Geld eigenständig zu investieren.

Wenn du das Risiko streust, einen langen Atem beweist, versuchst die Kosten so gering wie möglich zu halten und nur in Qualität investierst, kannst du eine sehr ordentliche Rendite erzielen. Eine Rendite, welche die Inflation um Längen schlägt.

Und eine Rendite von 20% pro Jahr, wie es Warren Buffet gelingt, muss es ja schließlich nicht sein...       

Was sind deine wichtigsten Regeln bei der Geldanlage? Ich würde mich über deinen Kommentar sehr freuen!

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