Wie kauft man Aktien? Schritt für Schritt erklärt...

Wie kauft man Aktien? Mit einem Anruf beim Broker, wie du es vielleicht aus vielen Hollywood-Filmen kennst? Der persönliche Besuch bei der Bank?

Weit gefehlt!

Heute werden Aktien vollautomatisch und in Sekundenschnelle über das Internet gekauft - per Mausklick wechseln die Anteile einer Aktiengesellschaft den Besitzer und werden in dein Depot gebucht.

Ganz so einfach, wie es klingen mag, ist es jedoch nicht. Wenn du erfolgreich mit Aktien handeln und dein Geld nicht nur gewinnbringend, sondern auch sicher anlegen möchtest, gehört weit mehr dazu, also nur der Mausklick auf den „Aktien-jetzt-Kaufen-Button“.

Ohne sinnvolle Strategie und ohne gründliche Vorbereitung solltest du nämlich erst gar nicht anfangen. Doch eins nach dem Anderen. In diesem Beitrag möchte ich dir die Frage Wie kauft man Aktien so gründlich und verständlich wie nur möglich beantworten.

Stürzen wir uns also ins Abenteuer!

Wie kauft man Aktien? Das Schema F

Eines ist klar: Wenn es um Finanzangelegenheiten geht, solltest du nichts dem Zufall überlassen und auf keinen Fall nach dem Motto „wird schon schiefgehen“ handeln.

Aktien kaufen ohne Plan und ohne Strategie ist glatter Selbstmord. Nirgendwo sonst wird Faulheit und fehlender Ehrgeiz so hart bestraft wie an der Börse. Auch wenn vielleicht in vielen Foren und Blogs das Gegenteil propagiert wird: Das Geld liegt auch an der Börse nicht einfach auf der Straße.

Der erste Teil der Antwort zur Frage Wie kauft man Aktien beschäftigt sich also ausgiebig mit der Vorbereitung des Aktienkaufs. Die Vorbereitung eines Kaufs ist wirklich das A und O und trägt einen erheblichen Anteil an deinem späteren Erfolg.

Nicht nur als Aktien Einsteiger, sondern auch als Börsenprofi solltest du jeden Aktienkauf nach dem Schema abarbeiten, das ich dir hier vorstelle....

Das berühmte Schema F...

Vom Schema F wird gesprochen, wenn etwas „bürokratisch-routinemäßig“ abläuft. Nicht ohne Grund habe ich hier diesen Begriff gewählt. Du solltest dir dein Schema F für den Aktienkauf zulegen. Ein Schema das du immer wieder routinemäßig wiederholst. Nur so kannst du emotionale Fehlentscheidungen und blinden Aktionismus vermeiden!

Schritt 1: Investmentkapital ermitteln

Ohne Moss nichts los...

Das gilt selbstverständlich auch an der Börse. Bevor du einen Aktienkauf tätigst musst du zunächst ermitteln, ob überhaupt genügend Kapital zur Verfügung steht. Das Geld, das du an der Börse investierst, sollte drei Merkmale aufweisen:

  1. Frei und ungebunden: Investiere niemals Geld, das du schon in wenigen Wochen oder Monaten benötigst – beispielsweise zur Tilgung eines Kredits. Vergiss niemals, dass sich das Verlustrisiko an der Börse durch strategisches und langfristiges Vorgehen zwar stark eindämmen lässt, ganz eliminieren kannst du es jedoch nie. Aus 10.000 Euro können schnell 15.000 Euro, aber eben auch 5.000 Euro werden.
  2. 100% Eigenkapital: Nehme niemals (!) Kredite auf oder leihe dir Geld bei Freunden, Verwandten oder Bekannten, um an der Börse zu investieren.

Der erste Schritt beim Aktienkauf muss also die Ermittlung des zur Verfügung stehenden Kapitals sein. Wieviel Geld habe ich gerade übrig, um es in Aktien zu investieren? Wieviel Kapital steht mit zur Verfügung, das ich nicht in anderen Bereichen eingeplant habe.

Wenn du es richtigmachst, solltest du auf diese beiden Fragen eine ganz klare Antwort und einen Betrag X erhalten. Schwammige Antworten wie „ungefähr“ oder „Pi mal Daumen“ zählen hier nicht. Kenne deine Finanzen und sei dir stets im Klaren darüber, wieviel du maximal investieren kannst, ohne einen finanziellen Engpass zu riskieren.

Du siehst, dass die Frage Wie kauft man Aktien nicht in wenigen Sätzen beantwortet ist, sondern durchaus deiner vollen Aufmerksamkeit bedarf...

Bei der Ermittlung deines Investmentkapitals solltest du zwei verschiedene Größen definieren:

1. Monatliches Budget

Dein monatliches Investmentkapital lässt sich ermitteln, indem du alle Ausgaben von deinen Einnahmen abziehst. Du erhältst hoffentlich einen positiven Betrag X, den du theoretisch monatlich investieren könntest.

2. Festgeld Budget

Im Idealfall bist du im Besitz von Sparguthaben. Wenn du nun deine Verbindlichkeiten von diesen Sparguthaben abziehst, erhältst du einen Festbetrag X, den du für Aktienkäufe verwenden könntest.

Warum solltest du beide Größen unbedingt kennen, bevor du erstmalig eine Aktie kaufst?

Ganz einfach: Du kannst auf verschiedene Weise an der Börse investieren. Entweder, du kaufst im Rahmen eines Sparplans jeden Monat für einen von dir definierten Betrag Aktien eines Unternehmens (monatliches Budget), oder aber du kaufst eine von dir festgelegte Stückzahl an Aktien im Rahmen eines Einmalkaufs (Festgeldbudget).

Um nicht Gefahr zu laufen, dich bei der Größe des Sparplans oder des Einmalkaufs überschätzt zu haben, ist es enorm wichtig, deine Budgets genau zu kennen.

Glaube mir: Es ist enorm schmerzhaft Aktien verkaufen zu müssen, weil du nicht in der Lage bist, eine unvorhergesehene Rechnung vom Sparbuch oder Girokonto zu bezahlen. Die Finanzanalyse ist also der erste wichtige Schritt beim Aktienkauf. ​

Schritt 2: Anlagestrategie und Ziele

Der zweite Teil der Lösung des Rätsels Wie kauft man Aktien beschäftigt sich mit deiner Anlagestrategie und deinen Zielen.

Bevor du das erste Mal eine Aktie kaufst, solltest du dir im Klaren darüber sein, warum du überhaupt Geld an der Börse anlegen möchtest. Zur Altersvorsorge? Möchtest du deine Finanzsituation mittelfristig verbessern? Legst du ein Depot für dein neugeborenes Kind an?

Je nachdem, welche Ziele du beim Aktienkauf verfolgst, solltest du dein Vorgehen und dein Risikoprofil auch dementsprechend anpassen. Es gibt nämlich unzählige verschiedene, sehr erfolgreiche Anlagestrategien für Privatanleger. Wichtig ist nur, dass du dich für eine dieser Strategien entscheidest und nicht immer wieder wie ein wildes Huhn zwischen diesen umherspringst.

Entscheide dich vor deinem ersten Aktienkauf, welche Strategie am besten zu deinen Zielen und deinem Risikoprofil passt und handle im Anschluss strikt nach deinen Vorgaben.

Noch nicht verstanden, was ich damit meine? Ein paar Beispiele, die Klarheit schaffen...

Beispiel 1: Das „Passive Einkommen Depot“

Stell dir vor dein Ziel ist es, immer wieder Gewinnbeteiligungen (sogenannte Dividenden) von Unternehmen ausbezahlt zu bekommen. Diese Dividenden siehst du quasi als eine Art zweites Gehalt an.

Gehen wir davon aus, du bist aktuell 30 Jahre alt. Dein Ziel ist es, bis zu deinem 55 Lebensjahr ein Depot aufgebaut zu haben, das dir im Durchschnitt monatlich 200 Euro an Dividendenzahlungen einbringt.

In diesem Fall wirst du selbstverständlich in Unternehmen investieren, die eine hohe und vor allem zuverlässige Dividende ausbezahlen. Bei dieser Strategie würde es keinen Sinn machen, Aktien einer afrikanischen Goldmine zu kaufen, die überhaupt gar keine Dividende zahlt.

Beispiel 2: Der faule Investor

Der Investor des zweiten Beispiels hat die vielen Vorteile der Börse für sich erkannt und möchte sein Geld nicht mehr auf dem Sparbuch bei 0,25 Prozent Zinsen versauern lassen.

Allerdings hat dieser Investor ein Problem: Er arbeitet sehr viel und hat in seiner knappen Freizeit nicht die Muse, sich mit den Finanzmärkten zu befassen. Eine ausgiebige Aktienanalyse und Unternehmensbewertung kann dieser Investor also nicht stemmen. Das investieren in Einzelaktien würde hier keinen Sinn machen.

Die Lösung: Fonds und ETFs (auch Indexfonds genannt). Hier legt er sich einmal für eine Anlageregion bzw. Anlagebranche fest und im Anschluss wird die gesamte Verwaltung, der Aktienkauf und auch der Aktienverkauf von einem Fondsmanager bzw. vom Computer übernommen.

Diese Strategie hat einen weiteren Vorteil: Da Fonds und ETFs in sehr viele verschiedene Aktien investieren, ist das Kapital des Investors auf mehrere Unternehmen verteilt und das Risiko minimiert.

Beispiel 3: Der Zukunftsvisionär

Investor Nummer 3 hat die Frage Wie kauft man Aktien bereits lange hinter sich gelassen und weiß ganz genau, in welche Werte er investieren möchte: in Unternehmen, die in der Lage sind, die Zukunft nachhaltig zu verändern. Branchen wären hier beispielsweise Elektromobilität, alternative Energie oder Weltraumforschung.

Ein Investor, der sich für eine solche Strategie entschieden hat, wird nach jungen Wachstumsunternehmen suchen, die das Potenzial haben, durch tolle Ideen oder ausgeklügelte Zukunftsprodukte erheblich zu wachsen.

Dieser Investor wird sich also auf keinen Fall für etablierte Unternehmen aus den Bereichen Nahrung, Versorgung oder Versicherungen entscheiden. Coca-Cola, Allianz oder Nestlé gehören nicht in das Depot dieses Investors.

Mit diesen 3 Beispielen möchte ich dir deutlich machen, dass eine Strategie und ein Plan immens wichtig sind, um die richtigen Kaufentscheidungen treffen zu können. Wenn du nicht bereits vor deinem ersten Aktienkauf genau weist, welches Ziel du mit deinem Depot verfolgst, kannst du niemals die richtigen Unternehmen auswählen.

Schritt 3: Kapitalmanagement

Mit Sicherheit hast du das Sprichwort „Setze niemals alles auf ein Pferd!“ schon einmal gehört. Obwohl dessen Ursprung im Bereich der Pferdewetten liegt, lässt es sich doch hervorragend auch auf die Börse und den Aktienmarkt übertragen!

Ähnlich wie bei Pferdewetten solltest du auch beim Aktienkauf darauf achten, nicht dein gesamtes Kapital in ein Unternehmen zu investieren - Zauberwort Diversifikation. Im worst case würde nämlich eine Firmenkrise, die hohe Kursrücksetzer zur Folge hat, große Teile deines Vermögens vernichten. Bestes Beispiel ist der VW Abgasskandal, in dessen Verlauf die Aktie des Autobauers von über 250 Euro auf unter 100 Euro gefallen ist.

Im Idealfall nimmt eine Einzelposition niemals mehr als 10%-20% vom Gesamtdepot ein.

Eine kurze Verlustrechnung mit und ohne Risikomanagement...

Gehen wir davon aus, du bist im Besitz eines 100.000 Euro Depots. Nun möchte ich zwei Szenarien beleuchten:

Szenario a)

Du investierst dein gesamtes Kapital in ein Unternehmen, kaufst also Aktien im Wert von 100.000 Euro. Aufgrund einer Firmenkrise verlieren die Aktien des Unternehmens 50% an Wert. Dein Depotvermögen schrumpft dadurch auf 50.000 Euro zusammen – logischerweise ein Gesamtverlust in Höhe von 50%.

Szenario b)

Als vorbildlicher und risikobewusster Anleger hast du entschieden, dass ein Unternehmen maximal 10% des Gesamtdepotwerts einnehmen darf. In unserem Beispiel also 10.000 Euro.

Verliert nun das in Szenario a angesprochene Unternehmen auch hier 50% an Wert, schrumpft die Position von 10.000 Euro auf 5.000 Euro. Auch hier ein schmerzlicher Verlust, aber im Hinblick auf dein Gesamtportfolio beträgt dieser nur 5 Prozent.

Verteile dein Investmentkapital auf mehrere Unternehmen, um nicht zu stark abhängig von einer einzelnen Aktiengesellschaft zu sein. Im Fachjargon nennt sich dieses Vorgehen „Diversifikation“, also der gezielte Abbau von Risiken durch die Verteilung deines eingesetzten Kapitals.

Achte im Übrigen auch darauf, dass einzelne Branchen und einzelne Länder keinen zu großen Anteil deines Portfolios einnehmen. Investiere also nicht nur in Autobauer oder nur in Unternehmen aus Deutschland.

Wie kauft man Aktien? Gewinn und Verlust bei Transaktionen

Wie wichtig Diversifikation ist, zeigt diese Grafik. Erschreckend: Um einen Verlust von 50% wieder auszugleichen sind 100% Gewinn nötig.

Ein Tipp: Gerade für Anleger die noch nicht über viel Investmentkapital verfügen kann es durchaus sinnvoll sein, die ersten Investitionen in Fonds oder ETFs zu tätigen. Durch den Kauf eines Fonds oder ETFs verteilst du nämlich dein Kapital auf viele verschiedene Unternehme und erreichst so eine hervorragende Diversifikation. Mit zunehmender Sicherheit, Erfahrung und Kapital kannst du dich dann auch an Einzelinvestments wagen und deine ersten Aktien gezielt kaufen.

Der Partner beim Aktienkauf: der Broker

Der erste und zugleich wichtigste Teil der Frage Wie kauft man Aktien wurde mit der Vorbereitung bereits beantwortet.

Einen elementaren Baustein müssen wir jedoch noch abarbeiten. Beim Kauf und Verkauf von Aktien benötigst du nämlich Hilfe. Die Hilfe eines Brokers, der deine Aufträge ausführt und dir außerdem ein Depot zur Verfügung stellt, in dem deine Aktien gelagert werden.

Grundsätzlich ist die Auswahl eines Brokers keine große Hürde. Es existieren zahlreiche Vergleichsportals, beispielsweise brokervergleich.de, die dir eine detaillierte Übersicht zur Verfügung stellen.

Großen Wert legen bei der Auswahl deines Brokers solltest du auf folgende Punkte:

1. Kosten und Gebühren

Die Transaktionskosten sollten so gering wie möglich sein. Lass dich hier bitte nicht täuschen: Auch scheinbar marginale Unterschiede können auf lange Sicht ein Vermögen ausmachen.

Depotgebühren, also Kosten für die Bereitstellung eines Depots, verlangt nahezu kein Broker mehr.

2. Angebot

Die Broker unterscheiden sich in Sachen Produktauswahl teilweise erheblich voneinander. Schau dir also ETF-Angebot und zur Verfügung stehende ETF- und Aktiensparpläne genau an.

3. Support

Da du bei einem Online-Broker in der Regel keine Filiale in nächster Nähe zur Verfügung hast, solltest du darauf achten, dass ein hervorragender Telefon-Support vorhanden ist.

Das sind meiner Meinung nach die drei wichtigsten Punkte bei der Wahl eines Online-Brokers.

Übrigens: Du musst hier keine kalten Füße bekommen. Die Wahl eines Brokers ist nicht mit einer Hochzeit gleichzusetzen und keine Wahl auf Lebenszeit. Wenn du später feststellst, dass du dich für den falschen Broker entschieden hast, ist ein Wechsel schnell und problemlos möglich. Übrigens auch mit bereits bestehendem Depot.


Wie kauft man Aktien online? Das Praxis-Tutorial

Nun kommen wir zum letzten Teil dieses Beitrags: dem Praxis-Tutorial. In diesem Abschnitt wird dir das Aktien kaufen einfach erklärt und zugleich die Frage Wie kauft man Aktien plastisch erläutert.


Schritt 1: Die richtige Aktie finden

Zunächst musst du das Unternehmen finden, in das du investieren möchtest. Hierzu kannst du entweder den Namen, die WKN (Wertpapierkennnummer) oder die ISIN (International Securities Identification Number) eingeben.

Hast du das Unternehmen gefunden, gelangst du mit einem Klick auf den Kaufen-Button ins Ordermenü.  

Schritt 2: Handelsplatz auswählen

Im zweiten Schritt gilt es den richtigen Handelsplatz deines Aktienkaufs auszuwählen. Achte hier vor allem auf den Preis, denn jeder Handelsplatz hat seine eigenen Gebühren, die teilweise stark variieren.

Hier triffst du auf folgende Begriffe:

1. Broker Gebühr: Die individuelle Gebühr deines Brokers die für den Aktienkauf anfällt

2. Börsenplatzgebühr: Stellt eine Art Benutzungsgebühr für den Börsenplatz dar.

3. Courtage: Fällt nur bei Parkettbörsen, als beispielsweise Frankfurt, Stuttgart, Hamburg, etc. an. Bei vollautomatischen Handelssystemen (XETRA und Tradegate) ist keine Courtage zu entrichten.

Ein Tipp: Je nach der Größe deines Auftrags können Courtage und Börsenplatzgebühr deine Orderkosten deutlich nach oben treiben. Vergleiche also vor allem bei Volumen über 5.000 Euro die Gebühren sehr genau!

Schritt 3: Ordertyp wählen

Gerade beim Ordertyp tun sich Aktien Einsteiger besonders schwer, weil es hier eine einige, teilweise sehr komplex wirkende, Einstellungsmöglichkeiten gibt. Die gute Nachricht: Als langfristiger Anleger, der überwiegend in die Hauptmärkte investierst – also DAX, DOW JONES oder EURO STOXX Aktien – musst du dir um diesen Punkt eigentlich gar keine großen Gedanken machen. Hier ist das Handelsvolumen so groß, dass dein Kaufauftrag in der Regel bereits in wenigen Sekunden ausgeführt wird.

Anders hingegen sieht es aus, wenn du in nicht sehr liquide Nebenmärkte gehen möchtest. Wenn du in Unternehmen investieren möchtest, die ein Handelsvolumen von wenigen Tausend Aktien pro Tag aufweisen, solltest du nicht auf einen Orderzusatz verzichten. Aus diesem Grund möchte ich dir die wichtigsten Orderzusätze kurz vorstellen:

1. Unlimitiert – bestens/billigst

Deine Order wird zum nächstmöglichen verfügbaren Preis ausgeführt. Kein Problem bei den bereits angesprochenen „Massenmärkten“. Bei nicht sehr stark frequentierten Märkten solltest du diesen Ordertyp jedoch auch keinen Fall wählen!

2. Limit Order

Bei der Limit Order nennst du deinen Höchstpreis. Wird dieser Höchstpreis überschritten, wird die Order so lange nicht ausgeführt, bis der Kaufkurs wieder unter diesen Preis fällt. Diesen Ordertyp kannst du also wählen, wenn du einen zu teuren Einstieg in ein Unternehmen vermeiden möchtest.

3. Stop-Buy

Die Stop-Buy-Order funktioniere ähnlich wie die Limit Order – mit einem kleinen Unterschied: Bei der Limit Order wird nennst du eine deinen Maximalpreis, bei der Stop-Buy-Order deinen Minimalpreis. Du gibst also an, ab welchem Kurs du bereit bist zu investieren und die Order wird, bei überschreiten dieses Kurses, zum nächstbesten Preis ausgeführt.

Mag komisch klingen, dieser Ordertyp hat jedoch durchaus seine Daseinsberechtigung. Nämlich dann, wenn du erst in ein Unternehmen investieren möchtest, wenn sich im Chart ein klar erkennbarer Aufwärtstrend gebildet hat.  

Diese drei Ordertypen solltest du kennen und anwenden können. Ergänzt werden diese durch weitere, komplexe Formen, die ich hier zunächst hintenanstellen möchte. Ein Beispiel wäre hier zum Beispiel der Trailling-Stop.

Schritt 4: Gültigkeit wählen

Im letzten Schritt heißt es noch Gültigkeit benennen. Wie lange soll deine Order aktiv sein? Hier kannst du zwischen Tagesende, Monatsende oder längst möglich (dieser Punkt unterscheidet sich je nach Börsenplatz) wählen.

Die Ordergültigkeit spielt eigentlich nur dann eine Rolle, wenn du mit Limit- oder Stop-Buy-Orders arbeitest. Unlimitierte Aufträge werden in der Regel sehr schnell ausgeführt.  

Das wars! Mehr ist es nicht. So einfach kann es sein, Aktien online zu kaufen!

Die praktische Ausführung ist wahrscheinlich gar nicht so schwer, wie du vielleicht angenommen hast, oder?  

Typische Anfängerfehler beim Aktienkauf

Geschafft!

Wenn du den Beitrag bis zu dieser Stelle aufmerksam gelesen hast, kannst du die Frage Wie kauft man Aktien mit all ihren Facetten beantworten!

Zum Abschluss möchte ich dir noch eine kleine Checkliste mit typischen Anfängerfehlern mit auf den Weg geben. Wenn du diese Fehler vermeidest, kann beim Aktienkauf eigentlich nichts mehr schiefgehen...

Fehler #1: Keine Vorbereitung  

Viel Börsen Einsteiger vernachlässigen die Vorbereitung beim Aktienkauf. Ohne Plan, ohne Strategie und ohne gründliche Analyse werden Aktien gekauft – im schlimmsten Fall Aktien auf Empfehlungen Dritter.

Ich habe in diesem Beitrag bereits ausführlich erörtert, warum eine gründliche Vorbereitung das A und O beim Aktienkauf ist. Wer erfolgreich an der Börse agieren möchte, sollte die Frage „Wie kaufe ich Aktien?“ nicht nur theoretisch beantworten können. Auch der Rattenschwanz, der dazugehört sollte bekannt sein!

Fehler #2: Gebühren vernachlässigen

Zugegeben, Makler-Courtage oder Börsenplatzendgeld mögen auf den ersten Blick sehr minimal erscheinen. Meist liegt die Summe beider Gebühren deutlich unter 5 Euro pro Kauf.

Aber: Wenn du eine gute Performance erreichen möchtest, solltest du auch solche vermeintlich kleinen Kosten, wenn möglich eliminieren. Wenn du durch die Wahl eines anderen Handelsplatzes diese 5 Euro bei jedem Aktienkauf sparen kannst, ist das auf lange Sicht betrachtet mit Sicherheit eine stolze Ersparnis.

Fehler #3: Falsche Ordertypen wählen

Vielen Einsteiger wählen den falschen Ordertyp und wundern sich dann, warum der Auftrag gar nicht oder verspätet zu einem anderen Kurs ausgeführt wurde. Wenn du dir noch nicht sicher bist, was die einzelnen Orderzusätze bedeuten, solltest du das vorherige Kapital nochmal aufmerksam durchlesen.

Kommentar hinterlassen 0 Kommentare