Wie wird man reich durch Aktien? Eine kritische Untersuchung...

Wie wird man reich mit Aktien?

...die Frage aller Fragen eines jeden Investors! 

Gut, reich werden im Allgemeinen ist wahrscheinlich der Traum von geschätzt 90% der deutschen Bevölkerung. Dies beweist allein die Tatsache, dass die Frage Wie wird man reich ca. 10.000 Mal pro Monat bei der Suchmaschine Google in das Textfeld getippt wird. 

Leider ist es häufig so, dass die Mehrheit jedoch nicht wirklich bereit ist, etwas für den doch so sehnlich erwarteten Reichtum zu tun. Dies zeigt, dass auch der Suchbegriff reich werden ohne Arbeit ganz weit vorne in der Rangliste der monatlichen Sucheingaben gastiert. Die Meisten hoffen auf eine spontane Erbschaft, den glücklichen Lottogewinn oder doch einen Wink des Schicksals, mit dem keiner rechnen konnte.

Glück und ein Wink des Schicksals...so werden auch die Börsenanleger und Aktieninvestoren wahrgenommen, die tatsächlich echten Wohlstand durch Aktien erreicht haben. Als "Zocker", "Geldgeier" oder einfach nur "Glückspilze" werden diese Anleger gerne von der Mehrheit der Bevölkerung bezeichnet.

Doch ist es wirklich so einfach? Lässt sich die Frage Wie wird man reich durch Aktien tatsächlich nur mit "Glück" oder "Zockerei" beantworten? In diesem Beitrag möchte ich genau dieser Frage auf den Grund gehen und untersuchen ob es überhaupt möglich ist, mit Aktien reich zu werden.

Reichtum - eine Definitionsfrage

Bevor es möglich ist, die Frage Wie wird man reich überhaupt in irgendeiner Form zu beantworten, muss zunächst einmal der Begriff "Reichtum" definiert werden. (Ich spreche in diesem Zusammenhang lediglich von dem finanziellen Reichtum. Nicht von anderen Lebensbereichen wie Gesundheit, Freundschaft, Familie, etc.) 

Reichtum ist meiner Meinung nach nämlich ein sehr subjektiver Begriff und aus diesem Grund auch nicht allgemein definierbar. Dies hat zur Folge, dass auf die Frage Wie werde ich reich wahrscheinlich jeder Mensch sehr unterschiedlich antworten wird.

Bei meinen Recherchen für diesen Artikel habe ich festgestellt, dass es vor allem zwei Arten des Reichtums sind, die als sehr erstrebenswert gelten:

  1. Reich werden in Form finanzieller Unabhängigkeit
  2. Reich werden in Form einer bestimmten Summe X auf dem Konto


Zugegeben, beide Formen haben durchaus ihren Reiz. Meiner Meinung nach liegen diese Formen auch gar nicht so weit auseinander. Wer eine große Summe auf dem Konto hat, wird in der Regel auch in finanzieller Unabhängigkeit leben. Auf der anderen Seite wird der, der die finanzielle Unabhängigkeit erreicht hat, wahrscheinlich auch in der Lage sein eine größere Summe X auf seinem Bankkonto anzuhäufen. 

Der Unterschied zwischen beiden Form liegt meiner Meinung nach auch gar nicht auf dem rein materiellen Gesichtspunkt, sondern vielmehr in der psychischen Komponente.

Variante 1: Die finanzielle Unabhängigkeit 

Die finanzielle Unabhängigkeit ist vor allem in den letzten Monaten zu einem Modebegriff geworden - manchmal habe ich das Gefühl, das es auf Facebook, bei YouTube und in vielen Blogs nur noch um dieses Thema geht. Neuerdings möchte scheinbar jeder in diesem Land die finanzielle Unabhängigkeit erreichen. Arbeiten bis zur Rente erscheint doch den Meisten als "uncool" und nicht mehr zeitgemäß. Die Frage lautet schon lange nicht mehr Wie werde ich reich, sondern vielmehr Wie werde ich finanziell unabhängig...

Wer die finanzielle Unabhängigkeit erreicht hat ist in der Lage, durch passive Einkommensströme seine Lebenshaltungskosten komplett zu finanzieren und so nicht mehr arbeiten zu müssen (Es sei an dieser Stelle dahingestellt, dass auch passive Einkommensströme einer stetigen Pflege bedürfen und auch diese nicht frei von Arbeit sind).  

Zurück zum Aktienmarkt: Jemand der das Stadium der finanziellen Freiheit erreichen möchte muss es also schaffen, seine monatlichen Ausgaben komplett durch passive Einkommensströme, die aus Aktien resultieren, zu finanzieren. Die einfachste Form wäre hier also ein gut aufgestelltes Dividendenportfolio, das regelmäßig und vor allem zuverlässig wie ein Schweizer Uhrwerk Dividenden bezahlt. Klingt auf dem Papier ganz einfach, in der Praxis stellt es sich aber etwas schwieriger dar. Dazu jedoch später mehr. 

Variante 2: Die Million auf dem Konto

Im Vergleich zur finanziellen Freiheit haben es diejenigen, die "nur" eine große Summe auf dem Konto anhäufen möchten, deutlich einfacher! Ziel ist es lediglich, die Traumsumme X zu erreichen. Zuverlässige Einkommensströme, die Monat für Monat alle Ausgaben tragen, sind hier nicht nötig. Entspannter lebst du also auf jeden Fall mit dieser Variante 🙂 

Es muss im Übrigen auch nicht die Million sein...reich werden bzw. reich sein ist nicht auf die erste Million reduziert. Viele Menschen bezeichnen sich schon mit deutlich weniger als reich. Andere wiederum würden über eine Million nur müde lächeln und wollen mindestens eine achtstellige Summe auf ihrem Konto sehen. Eine ​repräsentative Umfrage der GFK für die RWB Group ergab, dass sich nur jeder zehnte Deutsche ab einem Vermögen von 100.000 Euro als reich bezeichnen würde. Bei 45% der Befragten ist es die klassische Million, 12,7% legen die Messlatte sogar bei 3 Millionen an. 

Aktien können ein Weg sein, dich auf deinem weg zur ersten Million deutlich zu unterstützen. Welche Vorraussetzungen hier nötig sind, zeige ich dir im Verlauf dieses Beitrags. Manchmal ist sogar die Investition in ein einzelnes Unternehmen, Amazon beispielsweise, völlig ausreichend, um sein Ziel zu erriechen. 

Mit Aktien reich werden - Amazon macht es vor

Wer mit Aktien reich werden möchte, benötigt manchmal nur bei einem Investment den richtigen Riecher. Ein Beispiel wäre Amazon. Das amerikanische Versandhaus, das im Jahr 1997 an die Börse ging, hat seinen Wert bis heute um ein Vielfaches steigern können. 

War im Jahr 1997 lediglich 1.000 Dollar in das Unternehmen investiert hätte, würde heute über die unglaubliche Summe von 640.000 Dollar verfügen. 

Selbstverständlich hat es nichts mit Glück zu tun, vom sensationellen Anstieg Amazons zu profitieren. Börsenerfolg ist immer ein Produkt von viel Fleiß und harter Arbeit. Wer damals in Amazon investiert hätte, einen kleinen, kaum bekannten Konzern aus Amerika, der musste die Weitsicht und das Markt-Know-how haben, um das Potenzial des Unternehmens zu erkennen.

Fakt ist jedoch auch, dass das Amazon von Morgen heute schon unter den vielen börsennotierten Aktiengesellschaften warten.

Reich werden mit Aktien funktioniert also! Was jedoch die Voraussetzungen und die richtige Erwartungshaltung ist, schauen wir uns im nächsten Abschnitt an. Jetzt geht es nämlich an die knallharte Faktenanalyse - und die lügen bekanntlich nie!

Wie wird man reich - die knallharte Faktenanalyse 

Finanzielle Unabhängigkeit oder die Million auf dem Konto...beides Träume, die von vielen Menschen auf der ganzen Welt geträumt werden. 

Nun möchte ich ausführlich analysieren, welche Voraussetzungen nötig sind, um mit Aktien reich zu werden. In unseren Beispielen soll sich alles um die Frage drehen Wie wird man reich mit Aktien. Genau beleuchten möchte ich hier, welches Startkapital und welche monatlichen Sparraten nötig sind, um das Ziel X zu erreichen.


Vermögend werden durch monatliche passive Geldströme 

Beginnen möchte ich meine Untersuchung mit Rechenbeispielen die dir aufzeigen, wie groß dein Depot sein muss, um eine bestimmte monatliche Ausschüttung durch Dividenden zu erzielen - also die finanzielle Freiheit zu erreich. Wieviel Geld musst du für dich arbeiten lassen, um am Monatsende die Summe X zu erhalten...

Untersuchung 1: 4 Prozent Dividendenrendite

Im ersten Abschnitt dieser Untersuchung gehen wir von einer hypothetischen Dividendenrendite von 4 Prozent aus. Ein durchschnittlicher Wert eines dividendenorientierten Anlegers - wie wir später noch sehen werden.

Fairerweise müssen wir von diesen 4 Prozent jedoch noch die Steuer abziehen. Diese beträgt in Summe (Abgeltungssteuer, Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer) 27,9 Prozent. Somit bleiben dir von deiner Dividendenrendite am Ende 72,1 Prozent übrig, was in unserem Beispiel einem Wert von 2,884% p.a. entspricht.

Nun zu den ersten Rechenbeispielen...

Insgesamt möchte ich drei verschiedene Ertragserwartungen untersuchen: 400 Euro pro Monat, was einem Minijob entsprechen würde, 1.000 Euro pro Monat und 2.500 Euro pro Monat - nahezu ein vollwertiges Gehalt.

Wer 400 Euro pro Monat in Form von Dividenden verdienen möchte, muss eine jährliche Dividendenausschüttung in Höhe von 400€*12Monate = 4800 Euro erreichen. Zugegeben, reich sein sieht mit Sicherheit anders aus - aber das ist, wie bereits ausgeführt, eben eine reine Definitionssache. Und 400 Euro pro Monat klingen doch für den Anfang nicht schlecht? 

Wie groß muss nun das Aktiendepot sein, um diese 4800 Euro pro Jahr mit einer Dividendenrendite in Höhe von 2,884 Prozent nach Steuern zu generieren? Hier kommt die Antwort:  

2,884% * x = 4.800€

x = 4.800€ / 2,884% = 166.435,51€

Wer also Monat für Monat 400 Euro in Form von Dividenden erhalten möchte, der benötigt bei einer Dividendenrendite in Höhe von 4% ein Aktiendepot mit einem Gesamtwert in Höhe von 166.435,51€ (Kursgewinne und -verluste lassen wir in diesem Rechenbeispiel mal etwas außer Acht, der Einfachheit halber).

Wer ein bisschen mehr fordert, zum Beispiel 1.000 Euro pro Monat (12.000 Euro pro Jahr), der muss selbstverständlich auch sein Depot deutlich vergrößern. Um genau zu sein:

12.000€ / 2,884% = 416.088,77€

Und noch ein Beispiel, 2.500 Euro pro Monat:

30.000€ / 2,884% = 1.040.221,91

Und? Hättest du das gedacht? Um deinen Job an den Nagel hängen zu können und einen monatlichen Dividendenertrag in Höhe von 2.500 Euro zu erzielen, benötigst du ein Depotvolumen von über einer Million Euro. Positiv hingegen finde ich, dass sich 400 Euro pro Monat bereits mit einem 166.000 Euro großen Depot erwirtschaften lassen.  

Die nachfolgende Grafik stellt dir alle drei Rechenbeispiel nochmals übersichtlich dar:

Wie werde ich reich - 2,884 Rendite

Untersuchung 2: 5 Prozent Dividendenrendite

Nun würde ich das Beispiel gerne etwas abwandeln. Die Ertragserwartungen bleiben wie auch bei Untersuchung 1 bestehen, die Rendite pro Jahr soll hingegen vor Steuern 5%, betragen. Diese Änderung mag dir vielleicht zunächst nicht gravierend erscheinen, die Untersuchungen werden dich jedoch eines Besseren belehren und dich der Antwort auf die Frage Wie wird man reich ein kleines Stück näher bringen...

Bevor wir mit der eigentlichen Berechnung beginnen, muss die lästige Steuer wieder abgezogen werden: 5 Prozent brutto ergeben eine Nettorendite von 3,605 Prozent.

Dadurch erhalten wir folgende Werte: 

Ertrag 400 Euro pro Monat: 4800 Euro / 3,605% = 133.148,40€

Ertrag 1.000 Euro pro Monat: 12.000 Euro / 3,605% = 332.871,01€

Ertrag 2.500 Euro pro Monat: 30.000 Euro / 3,605% = 832.177,53€

Wie werde ich reich - 3,605 Rendite

Das Ergebnis ist erstaunlich, oder nicht? Erhöht man die Netto-Dividendenrendite um nur 1%, schrumpft das erforderliche Depotvolumen, um die angestrebte monatliche Rendite zu erhalten, erheblich. 


Das Ergebnis 

So einfach, wie du es vielleicht erwartet hast, ist es nicht. Wer hätte den gedacht, dass für monatliche Dividendenerträge in Höhe von 2.500 Euro ein Millionen-Depot erforderlich ist. 

Fakt ist: Reich werden durch Dividenden kann ein steiniger und anstrengender Weg werden - aber es ist auch kein unmöglicher Weg. 

Wichtig ist, dass du noch heute damit beginnst, dir das nötige Know-how und Fachwissen anzueignen, um eine sichere und renditestarke Dividendenstrategie zu entwickeln. Im Anschluss heißt es für dich: Fang an! Wer einen Berg erklimmen möchte, muss irgendwann den ersten Schritt gehen.

Die beiden von mir dargelegten Untersuchungen sollen dich keineswegs von deinem Ziel abbringen, hohe monatliche Erträge durch Dividendeneinnahmen zu generieren. Ich möchte dich vielmehr vor falschen Erwartungen bewahren, die dich schnell demotivieren könnten und dich daran hindern, deine Träume zu erreichen.  

Es existieren genügend hervorragende Unternehmen auf dieser Welt, die eine hohe und zuverlässige Dividende zahlen. Unternehmen, die dich dabei unterstützen, reich zu werden. Du musst nicht einmal lange suchen. Die nachfolgende Grafik zeigt dir Top-Dividendenzahler des DAX der letzten 10 Jahre. Wie du siehst sind Renditen über 4% keine Seltenheit. Eine übersichtliche Liste mit allen deutschen Unternehmen und den besten Zahlern findest du im Dividendenkalender

Reich werden durch Dividenden - Dax Top 10 Dividendenzahler

Die Summe X auf dem Konto 

Nachdem die erforderlichen Grundlagen für monatlich passive Geldflüsse ausführlich untersucht wurden, möchte ich mich nun dem 2. Teil widmen: Reich werden durch die Summe X auf dem Bankkonto. Und was könnte sich für eine solche Untersuchung besser eignen als der Weg zu ersten Million? Wir erinnern uns: 45% der Deutschen sehen hier die Schwelle zum Reichtum.

Diese Untersuchungen haben mir sehr viel Spaß bereitet. Ich habe es wirklich genossen, mit den Zahlen zu jonglieren und schwarz auf weiß zu sehen, wie der Weg zum Millionär aussehen kann. Benutzt habe ich das Tool "zinsen-berechnen.de". Probiere es doch mal aus!

Ein wichtiger Hinweis: Bei den nachfolgenden Untersuchungen bin ich von einem Steuersatz in Höhe von 26,3% sowie einem Freibetrag in Höhe von 801 Euro pro Jahr ausgegangen.


Untersuchung 1: Der Festbetrag als Startvoraussetzung 

Gehen wir einmal davon aus, du hast auf deinem Konto 5.000 Euro angespart. Diesen Betrag möchtest du nun an der Börse investieren. Mit einem ganz klaren Ziel vor Augen: Reich werden und die erste Million erwirtschaften.

Wie sieht nun dieser Weg aus? Wie lange dauert es, bis aus deinen 5.000 Euro die gewünschte Summe von 1.000.000 Euro geworden ist? Schauen wir es uns an...

Ausgegangen bin ich von einer durchschnittlichen jährlichen Rendite in Höhe von 10%, da dies ungefähr der durchschnittlichen Rendite des Aktienmarkts entspricht. So liegt zum Beispiel die Durchschnittsrendite des DOW JONES bei circa 11% p.a. (Quelle: boerse.de).

Wie werde ich reich - aus 5.000 wir 1.000.000

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Hier haben wir das Ergebnis: Es dauert stolze 68 Jahre, bis aus deinen 5.000 Euro Anfangskapital 1.000.000 Euro geworden sind. Eine halbe Ewigkeit, oder nicht? Selbst wenn du so früh wie möglich, also an deinem 18. Geburtstag, mit dem Investieren beginnst, bist du 86 Jahre alt bis du dich Millionär nennen darfst.

Eine weitere Charakteristik fällt auf: Am Anfang ist die Steigung der Kurve minimal, kaum sichtbar. Gegen Ende hin nimmt sie jedoch extrem an Fahrt auf. Dieses Phänomen hast du dem Zinseszins zu verdanken. Ein Begriff, den du niemals vergessen darfst!  

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Wer reich werden möchte braucht den Zinses-Zins

Der Zinseszins-Effekt entsteht immer dann, wenn du die Erträge einer Geldanlage reinvestierst, also dem bereits bestehenden Guthaben hinzufügst. Dadurch werden auch die Zinserträge wiederum mitverzinst. Der Wertzuwachs steigt demnach nicht linear, sondern exponentiell an. Genau dieses exponentielle Wachstum kannst du in der vorherigen Grafik erkennen.

Ein einfaches Beispiel: Du legst 1.000 Euro zu einem Prozent an. Im ersten Jahr erhältst du also 10 Euro Zinserträge. Reinvestierst du diese 10 Euro, beträgt die zu verzinsende Summe im nächsten Jahr 1010 Euro. Deine Zinserträge wachsen somit auf 10,10 Euro. Im drauffolgenden Jahr auf 10,20 Euro und so weiter. Würdest du die Zinsen nicht reinvestieren, würden die jährlichen Zinszahlungen bei 10 Euro stagnieren.

Eine tolle Zinseszins-Tabelle findest du hier.    

Zurück zur eigentlichen Untersuchung. Millionär sein nach 68 Jahren kann niemals eine zufriedenstellende Lösung sein. Aus diesem Grund möchte ich nun dein Startkapital etwas erhöhen - und zwar auf 20.000 Euro. Nun sieht das Ergebnis wie folgt aus...  

Wie werde ich reich mit Aktien - aus 20.000 wird 1.000.000

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Deine Wartezeit auf die erste Million verkürzt sich um 14 Jahre auf 54 Jahre. Auch dieses Ergebnis empfinde ich ehrliche gesagt noch nicht sonderlich berauschend. Immerhin bist du auch unter diesen Voraussetzungen stolze 72 Jahre alt, wenn du dich endlich Millionär nennen darfst. 

Es muss also noch einen anderen Weg geben...

Natürlich wird dir als erstes eine weitere Erhöhung des Startkapitals in den Sinn kommen. Ich möchte das Pferd jedoch anders aufsatteln, denn nicht jeder hat ein hohes Startkapital.

Was wäre, wenn es dir gelingen würde, deine durchschnittliche jährliche Rendite um 5%, also auf 15% zu erhöhen? Schauen wir es uns an...

Wie wird man reich - 5000 vs 20000

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Wow! Mit 5.000 Euro Startkapital bist du nach 48 Jahren Millionär, mit 20.000 Euro schon nach 37 Jahren! Der Renditeanstieg macht sich deutlich bemerkbar und reduziert deine Wartezeit um ein Vielfaches. 

Zugegeben, 15% durchschnittliche Rendite über einen Zeitraum von 37 - 48 Jahren schaffen wirklich nur die Wenigsten. Wenn du eine solche Verzinsung erreichst, gehörst du definitiv mit zu den besten Investoren dieses Planeten. Darum geht es jedoch an dieser Stelle gar nicht, denn ich möchte dir etwas Anderes sagen...

Scheinbar kleine Änderungen bei der Performance, und wenn es nur 1 oder 2 Prozentpunkte sind, machen sich auf lange Frist immer bemerkbar. Streng dich also an, dich als Investor regelmäßig weiterzuentwickeln und deine Rendite immer weiter zu verbessern. Denke langfristig, dann wird sich dein Weg bis zur ersten Million immer weitere verkürzen. Solange, bis du dein Ziel schlussendlich erreicht hast!  

Untersuchung 2: Monatliche Sparpläne zur ersten Million 

Du kannst Aktien, Fonds und ETFs nicht nur in Form von Einzelinvestments kaufen, sondern auch durch regelmäßige, monatliche Sparpläne erwerben. Ob dies nun gut oder schlecht ist, darüber scheiden sich die Geister. Auch ich möchte mich diesem Thema in einem anderen Blogbeitrag widmen. 

An dieser Stelle möchte ich dir zeigen, wie sich monatliche Sparbeträge entwickeln können. Die Frage dieses Abschnitts lautet also: Wie wird man reich durch Aktiensparpläne... 

Sagen muss ich an dieser Stelle eigentlich gar nicht mehr sehr viel, die beiden nachfolgenden Grafiken sprechen für sich!

Untersucht habe ich insgesamt 6 Szenarien. Verschiedene monatliche Sparraten à 100 Euro, 500 Euro und 1.000 Euro und zwei verschiedene Renditen, nämlich 10% pro Jahr und 15% pro Jahr. 

Reich werden mit Aktien Sparplänen

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Reich werden mit Aktiensparplänen

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Das Ergebnis 

Es gibt eigentlich nur zwei in Frage kommende Wege, um reich zu werden und die erste Million in Händen zu halten, bevor man das Greisenalter erreicht hat:

  1. Du verfügst über ein sehr hohes Startkapital
  2. Du richtest monatliche Sparpläne mit einem Volumen von mindestens 500 Euro ein

Insbesondere die letzten beiden Grafiken, welche die Entwicklung der Sparpläne darstellen, zeigen deutlich, wie kraftvoll dieses Instrument ist.

Zwar werden wahrscheinlich die Wenigsten in der Lage sein, 1.000 Euro pro Monat zu investieren, aber auch mit einer Summe zwischen 300 Euro bis 500 Euro lassen sich sehr solide Ergebnisse erzielen.  

Und mal ehrlich: Es muss ja auch nicht unbedingt die Million sein, oder? Ich denke, 500.000 Euro auf dem Konto wären auch schon ein solides Polster, das dich in Ruhe schlafen lässt 🙂 

Fazit: Vermögend werden mit Aktien funktioniert, aber...

Philosophiert habe ich nun eine ganze Menge aber die Frage Wie wird man reich lädt auch wirklich dazu ein...

Wichtig war es mir, dir in diesem Beitrag durch Fakten und belegbare Untersuchungen aufzuzeigen, was möglich ist und was nicht. Sei dir bitte immer im Klaren darüber, das reich werden in 7 Wochen (überspitzt dargestellt) wie es viele Google-Anzeigen, Facebook-Ads oder Blogbeiträge zeigen, definitiv nicht möglich ist.

Reich werden ohne jegliche Anstrengung, ohne Fleiß und ohne harte Arbeit funktioniert auch mit Aktien nicht. Die Frage, die du dir stellen musst, sollte also nicht lauten Wie wird man reich, sondern vielmehr: Was muss ich dafür tun, um reich zu werden? Bin ich wirklich bereit dazu? 

Es ist eben wie überall im Leben. Die, die einen langen Atem beweisen und sich nicht zu schaden dafür sind, hart für ihre Träume zu arbeiten, werden am Ende die strahlenden Sieger sein. Genau diese Personen werden am Ende des Tages die Frage beantworten können...Wie wird man reich?

Um nun den Bogen zurück zur Einleitung dieses Beitrags zu schlagen: Erfolg an der Börse hat niemals etwas mit Glück zu tun. Kurzfristig vielleicht ja...aber wer langfristig, über mehrere Jahrzehnte Überrenditen erwirtschaftet, hat nicht einfach nur Glück. Ein solcher Anleger hat bewiesen, dass er den Reichtum den er erlangen konnte auch tatsächlich verdient hat! Und das ist doch das Ziel von uns allen, oder nicht?

Ein Tipp von mir: Gerade am Anfang kann ein Aktienspiel der richtige Einstieg in die Börsenwelt sein!   

Wie immer gilt: Kommentare sind herzlich willkommen und erwünscht 🙂 

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